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Candida albicans

Synonym: Soor (- pilz ), Soormykose · Englisch: u.a. auch: thrush fungus

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Fadengeflecht (Myzel) zur Gattung der Sprosspilze (Hefen) gehörend. Erreger des weißlichen Soor. Vorkommen der Mundhöhle und häufig auch im Darm, ohne irgendwelche Erkrankungen auszulösen (gutartig-parasitär). Auf Grund von Antibiotikagaben, bei reduzierter Abwehrkraft oder schweren Grunderkrankungen (z.B. HIV) kann es durch Störung des natürlichen Mikrobengleichgewichtes zu einem Wuchern dieses Geflechtes kommen. Im Mundbereich bilden sich rasenartige, weißliche Beläge, die beim Versuch des Abwischens leicht bluten. Ausnahmsweise kann der Pilz in die Blutbahnen eindringen; er kann dadurch Organe infizieren bzw. zerstören. Etwa die Hälfte aller Menschen beherbergt Candida albicans in ihrem Körper. Im Allgemeinen hält das Immunsystem die oft lästigen Untermieter in Schach. Dennoch werden pathogenen Pilzen allein in Deutschland mehrere Tausend Todesfälle pro Jahr angelastet - Tendenz steigend. Insbesondere immungeschwächte Chemotherapie- Patienten oder Empfänger von Transplantaten sind von den lebensgefährlichen Mykosen betroffen. Die bisherigen Präparate sind häufig wenig spezifisch und haben zum Teil erhebliche Nebenwirkungen. Zudem werden die Pilze zunehmend resistent gegen die eingesetzten Wirkstoffe. Ein Zusammenhang bei der Entstehung von Karies (Kariesbakterien) wird vermutet und wissenschaftlich erforscht. Bisherige Studien zeigen, dass C. a. bei über 50% der untersuchten Personen in der Mundhöhle anzutreffen ist. Dabei tritt C. a. signifikant häufiger bei Männern, Rauchern, einem hohen DMF-T-Index und einem niedrigen pH-Wert auf. C. a. wird innerhalb von 30 s durch Spülungen mit NaOCL (0,5 %ig wie auch 5 %ig) zerstört. Als zuverlässigste Therapie gilt die Behandlung mit antimykotischen Medikamenten wie z.B. Moronal (Nystatin®). Zur Therapie d er oralen Candidiasis (s.u.) müssen möglichst lang anhaltend ausreichend hohe Konzentrationen eines Antimykotikums im Speichel erreicht werden. Dies kann durch die intravenöse, perorale oder lokale Verabreichung der Wirkstoffe in Form von Pastillen, Spüllösungen oder Gelen erreicht werden. Neuerdings sind miconazolhaltige Kaugummis zur Behandlung der oralen C. a. auf dem Markt. Im Vergleich mit Gel auf Miconazol-Basis erbrachte der Kaugummi bei geringerer Dosierung mindestens gleichwertige Ergebnisse bei sehr guter Akzeptanz durch die Patienten. Ein zu tiefe Bisshöhe und damit verbundenen Feuchtecken in dem Mundwinkeln (Rhagade) begünstigt einen C.a.-Befall. Der Nachweis des Pilzes wird i.d.R. in mikrobiologischen Laboratorien aufgrund eines Abstriches durchgeführt oder z.B. durch den " https://www.zentrum-der-gesundheit.de/candida-test.html " zur einfacheren Diagnostik in der ärztlichen Praxis (direkter, kultureller Nachweis von Hefepilzen). Bei beeinträchtigtem Speichelfluss ist ein gehäufter C. a. zu beobachten. Dieser führt häufig dazu, dass betroffene Patienten in ihrer Ernährung auf weiche, flüssige und oft kalorienreiche Kost ausweichen. Dies führt zwangsläufig zu einer Fehlernährung, welche wiederum starke Einflüsse auf die Speichel-Drüsenfunktion und damit den C. a.-Befall hat. Zur Therapie werden folgende Maßnahmen empfohlen: Allgemeine Maßnahmen: Hygiene: Remotivation/Reinstruktion Mundspülungen mit Chlorhexidin-Lösung 0,2%ig Desinfektion der Prothesen (falls vorhanden) mit Chlorhexidin-Lösung 0,2%ig über eine Stunde im Flüssigkeitsbad evtl. mechanisches Abtragen der obersten Schichten der Prothesenbasis und/oder Unterfütterung der Prothesen nach Abheilung internistische Abklärung von Grunderkrankungen Lokale Medikamente: Ampho-Moronal ™ -Lutschtabletten über 1-2 Wochen Daktarin™-Mundgel über 10 Tage Nystatine Plan™-"200 000 Gel; noch 14 Tage über die systemische Therapie (s.u.) hinaus systemische Medikamente: Diflucan ™ Pfizer (Fluconazol) über 7-14 Tage Antimykotika, Kariesbakterien, Mykosen, Prothesenstomatitis, Soor, Speichelmenge, Xerostomie, Zungenbelag Orale Candidiasis - Probiotika helfen bei der Behandlung oraler Pilzinfektionen+zm+Newsletter+28-08-2019) (zm, 2019) überarbeitet nach ©: web.mit.edu/.