Ph Wert
Synonym: Wasserstoffionenkonzentration, Säuregrad, Wasserstoffkraft · Englisch: pH-factor
Der pH-Wert, abgeleitet vom französischen Ausdruck pouvoir hydrogène, wird als der negative, dekadische Logarithmus der Konzentration an H+-Ionen in einer Lösung definiert. Fügt man dem Wasser eine Säure hinzu, sind mehr H+-Ionen als Hydroxidionen (OH-) in der Lösung vorhanden. Je nach Säurekonzentration liegt die H+-Ionenkonzentration meist zwischen 10⁻⁶ und 0,10 mol pro Liter, entsprechend einem pH-Wert-Bereich von 6 bis 1. Wird dem Wasser eine Base zugegeben, ist die Konzentration an H+-Ionen geringer als die an OH–Ionen, und der pH-Wert liegt zwischen etwa 8 und 14. Der Delta-pH-Sättigungsindex (eine Messgröße bei Trinkwasseruntersuchungen) definiert die Differenz des gemessenen pH-Werts zu dem bei der vorhandenen Härte und Hydrogencarbonatgehalt im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht zu erwartenden pH-Wert, der berechnet oder experimentell über das Calcitlösevermögen bestimmt werden kann. Ein Wasser im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht hat einen Delta-pH von 0; aggressives, kalkauflösendes Wasser ergibt negative Werte. Laut Trinkwasserverordnung soll der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Die kritische Grenze für die Kariesentstehung liegt bei Schmelz bei pH 5,5–5,7 und bei Dentin bei pH 6,3–6,5 – Schmelz ist also widerstandsfähiger als Dentin.