DMFIndex
Englisch: caries index, DMF-rate, CER-Index
Statistischer Gradmesser für die Schwere bzw. Auswirkung einer Karieserkrankung (sog. " Karieslast "). Weltweit gebräuchlich, dient er besonders bei Bevölkerungsuntersuchungen zur Dokumentation der Ausprägung des Kariesbefalls bei einer Person und der Prävalenz von Bevölkerungsgruppen. DMF wird abgeleitet von: D =decayed=(kariös) zerstört; M =missing=fehlend; F =filled=mit einer Füllung o. Krone versehen. Eine weitere Unterteilung erfolgt in den DMF-T-Index (T für tooth/teeth = auf den ganzen Zahn/Zähne bezogen; auch als DMFT abgekürzt) und den DMF-S-Index (S für surfaces; bezieht sich auf eine einzelne Zahnfläche; da jeder Zahn mehrere Flächen (i.d.R. 5) hat, fällt die Messzahl höher aus und ist aufwendiger zu ermitteln, dafür aber exakter; auch als DMFS abgekürzt). In Deutschland ist noch gelegentlich der EKF-Index (E xtraktion, K aries, F üllung) anzutreffen. Für das Milchzahngebiss gilt, dass alle Indices klein geschrieben werden (z.B. dmf-Index) Auf nebenstehender Abb. haben 5 Zähne Karies (D), 7 Zähne eine behandelte Karies = Füllungen (F) (die beiden überkronten Zähne = ganzer Zahn ist blau eingefärbt, werden den Füllungen zugerechnet), an 3 Zähnen befindet sich eine Kombination aus Füllungen und Karies (D + F) und 3 Zähne fehlen (M). Da bei dem DMF-T-Index der gesamte Zahn zählt, ist es gleichgültig, ob sich mehrere Defekte oder Füllungen oder Kombinationen an einem Zahn befinden, der Zahn wird stets nur einmal mit seinem Zustand in dem Index aufgeführt. Die Weisheitszähne - da nicht bei jedem von Natur aus vollzählig vorhanden - werden vom Index nicht erfasst (auf der Abb. mit versehen); somit kann der DMF-T Index des menschlichen Gebisses höchstens "28" betragen. Der DMF-Index wird international als Kriterium für die Zahngesundheit (eines Staates) herangezogen. So formulierte die WHO in den 90er Jahren als ein Fernziel der Prophylaxe die Zahl " 22-77-99 ", was heißen sollte, dass bei 99% der Bevölkerung die 77jährigen noch mindestens 22% der eigenen Zähne in Gebrauch haben. Die mittlere dmf-t-Werte (Milchgebiss) bei 6-7-Jährigen betrugen in D: 1995: 2,89; 1997: 2,39; 2000: 2,21; 2014: 2,16 Die mittlere DMF-T-Werte bei 12-Jährigen betrugen in D: 1995: 2,44; 1997: 1,75; 2000: 1,21; 2009: 0,75; 2014: 0,6 FS-T Index, Index, Karies, Kariesklassifikation, Mundgesundheit, naturgesundes Gebiss, SiC-Index, T-Health Index, Zahngesundheit Kariesbefall bei 12-Jährigen im internationalen Vergleich (BZÄK, 2014) DAJ-Studie zur Karieserfahrung bei Kindern in Deutschland - Milchzahnkaries ist das Problem (zm, 20) Studie zur Mundgesundheit bei Flüchtlingen und deren Behandlungskosten (BZÄK, 11-2017) Berechnungsbeispiel Zähne mit Kariesbefall (DMF-T) bei 12-jährigen in D, 1983-2014 Karieserfahrung bei 12-Jährigen im internationalen Vergleich.