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Abstrich

Englisch: smear

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Schlagwortbezeichnung für die zu diagnostischen Zwecken (Zytodiagnostik, bakteriologische Untersuchung) erfolgende Entnahme von Untersuchungsmaterial von der Haut- oder Schleimhautoberfläche mittels Abstrichnadel, -öse, -spatel oder -tupfer; in der ZHK vor allem mittels steriler Papierspitzen (sog. DNA-Sonden, z.B. "Gensondentest") aus der Zahnfleischtasche (bakteriologische Identifizierungssysteme) bzw. mittels einer Bürste (sog. Bürstenbiopsie, auch: "Bürstentest"). Dazu werden Papierspitzen in die Zahnfleischtaschen eingeführt und für ca. 30 sec. dort belassen. Die Bakterien werden so in die Papierspitzen aufgesaugt, in sterilen Röhrchen (bakteriendicht verschlossen) aufbewahrt und in ein spezielles Labor zur Auswertung geschickt. Im mikrobiologischen Labor erfolgt die Anzüchtung der Keime unter aeroben und anaeroben Bedingungen. Als Nährmedien dienen i.d.R. Schafsblutagar, Kochblutagar unter CO2- Begasung, Blutagar unter anaeroben Bedingungen und McConkey- Agar zur Identifizierung von gramnegativen Bakterien. Zum Nachweis von Pilzen dient z.B. Sabboroagar. Die Bebrütung dauert zwischen 24 (anaerobier) und 48 Stunden; eine Keimdifferenzierung kann nochmals 24 Stunden dauern.