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Bürstenabstrich

Synonym: Bürstenbiopsie, Bürstentest · Englisch: brush biopsy

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Ein Bürstenabstrich ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem mithilfe einer speziellen feinen Bürste Zellmaterial von Oberflächengeweben, insbesondere von Schleimhäuten, entnommen wird. Dieses Verfahren wird vor allem in der Früherkennung von malignen (bösartigen) Veränderungen eingesetzt und eignet sich zur Untersuchung von Schleimhautzellen im Mund, Rachen, Gebärmutterhals, Bronchien und weiteren zugänglichen Körperregionen.

Die Bürste wird vorsichtig über die Zielgewebeoberfläche gestrichen, um Zellen zu lösen, die dann auf einem Objektträger fixiert und für die mikroskopische Untersuchung vorbereitet werden. In der Zytologie werden die entnommenen Zellen auf abnormale Veränderungen untersucht, die auf Infektionen, Entzündungen oder Krebsvorstufen hinweisen können.

Der Bürstenabstrich ist ein minimal-invasives, schnelles Verfahren mit geringem Risiko und bietet eine schonende Methode zur Zellgewinnung, insbesondere bei Verdacht auf präkanzeröse Veränderungen oder Tumore. Er wird oft als Ergänzung zu weiteren diagnostischen Methoden wie der Biopsie oder endoskopischen Untersuchungen eingesetzt, um eine gezielte und frühzeitige Diagnose zu ermöglichen.

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