Bakterien
Synonym: Bacterium, Bakterium, Bazillen, einzelliges Kleinstlebewesen, Spaltpilz · Englisch: bacterium, bacteria (pl.)
Bakterien sind kugel- bzw. stäbchenförmige oder schraubige, einfache pflanzliche Kleinstlebewesen von etwa einem bis zehn Mikromillimeter Dicke mit unterschiedlicher Wirkung auf den menschlichen Organismus (gutartig bzw. lebenswichtig, wie auch ausgeprägt krankhaft (pathogen)); Vermehrung durch Spaltung ("Spaltpilz"). Unterschieden wird u.a. nach der Art ihrer Energiegewinnung und dem damit bevorzugtem Milieu zwischen aerobischen (benötigen Sauerstoff) und anaerobischen (Wachstum nur bei niedrigen/keinen Sauerstoffkonzentrationen) Arten und deren Mischformen. Eine andere Unterscheidung erfolgt aufgrund der histologischen Färbung: Gram-Färbung Die dauerhaften Überlebensformen von B. werden als (Endo-)Sporen bezeichnet. Die durchschnittliche Größe der "normalen" Bakterien liegt zwischen 1 und 10 μm, meist um 1 μm; die kleinsten Formen weisen nur 0,2–0,5 μm Durchmesser auf. Über 500 verschiedene Bakterienarten lassen sich bisher in der menschlichen Mundhöhle nachweisen – in einem Milliliter Speichel befinden sich etwa 10 Millionen B. . Als krankhaft (pathogen) in der ZHK sind dabei nur wenige anzusehen. Bakterien stimulieren im entzündeten Gewebe die Einwanderung weißer Blutkörperchen. Zusammen mit Botenstoffen aus dem Blutkreislauf und aus Nervenfasern können diese Zellen Entzündungsschmerz verursachen. Untergruppen der weißen Blutkörperchen, unter anderem die so genannten Neutrophilen, können jedoch auch schmerzlindernd wirken. Sie setzen Opioidpeptide frei, die sich an die sogenannten Opioidrezeptoren auf den schmerzleitenden Nervenfasern im entzündeten Gewebe binden und so den Entzündungsschmerz hemmen.