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Bisshebung

Synonym: Bisserhöhung · Englisch: bite elevation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Vertikale Vergrößerung des Abstands zwischen Ober- u. Unterkiefer aus versch. Gründen: normale (physiologische) Veränderung des Abstands der Kiefer während des Wachstums (Wechselgebiss): beim Durchbruch der ersten Milch-Backenzähne im Alter von etwa 14 - Monaten = 1. Bisshebung mit dem Durchbruch der ersten bleibenden Backenzähne (6-Jahr-Molar) = 2. Bisshebung mit 10 - 12 Jahren, wenn die Prämolaren und die zweiten Molaren sich einstellen = 3. Bisshebung u.U. noch einmal beim Durchbruch der Weisheitszähne, besonders dann, wenn diese regelrecht in die Okklusionsebene durchbrechen = 4. Bisshebung als kieferorthopädische Maßnahme bei einem tiefen Biss (Aufbiss-Platte) als prothetische Maßnahme, wenn durch einen Verlust der Seitenzähne (Stützzone) über längere Zeit oder durch physiologisch bedingte Abrasionen eine Senkung des Bisses eingetreten ist: Die Anhebung erfolgt primär durch Aufbiss-Schienen und auf Dauer durch entsprechend gearbeiteten Zahnersatz der Begriff " Bisshöhe " gilt heute z.T. als veraltet. Stattdessen wird der Ausdruck "Vertikaldimension (VD)" gebraucht Während der Ausdruck "Bisshebung" im zahnärztlichen Sprachgebrauch auf einen gewollt herbeigeführten Zustand hindeutet, ist das Wort "Bisserhöhung" eher negativ besetzt und bezeichnet ungewollte Effekte bei der Eingliederung von Restaurationen; z.B.: nach dem Eingliedern einer Krone trat eine (nicht gewollte) "Bisserhöhung" auf bzw. bei der Umsetzung von Totalprothesen aus dem Wachsmodell in Kunststoff kommt es häufig zu einer geringen Bisserhöhung. Abrasionsgebiss, Aufbiss, Biss, Bissnahme, Costen-Syndrom, Konstruktionsbiss, Nasolabialfalte, palatinale Plateaus, Postlaktealebene, Registrierung, Stützzone, Wechselgebiss

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