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Haltbarkeit

Synonym: Langlebigkeit · Englisch: longevity (durability) of different filling materials and techniques within the posterior tooth area

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Haltbarkeit verschiedener Füllungsmaterialien und Techniken im Seitenzahnbereich ist ein wichtiges Kriterium für den Einsatz eines bestimmten Füllungsmaterials oder einer bestimmten Technik. Untersuchungen gehen davon aus, dass etwa 60 % der zahnärztlichen Behandlungszeit für die Erneuerung zahnärztlicher Arbeiten aufgebracht werden müssen.

Die größten Probleme bei derartigen Untersuchungen bzw. Einschätzungen sind zum einen, dass es keine klinisch objektivierbaren Untersuchungsmethoden gibt. Jeder Behandler legt andere Maßstäbe an, wobei das Vertrauen in die eigene Arbeit höher eingeschätzt wird als bei der Beurteilung von Fremdarbeiten. Zum anderen klafft häufig eine große Lücke zwischen einer offensichtlich nicht mehr tauglichen Versorgung und dem subjektiven Empfinden des Patienten. Insofern sind in der Literatur auch eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Zahlen zu finden.

Die nachfolgende Übersicht von R. Hickel u.a. (2008) gibt die jährliche Verlustquote (in %) für Füllungen im Seitenzahnbereich (Klasse I und II) wieder:

Restaurationsart (Klasse I und II) | Mittelwert (SD) jährliche Verlustquote (%) | Median jährliche Verlustquote (%)

Haltbarkeit von Füllungen (Amalgam vs. Komposite), engl.: longevity (durability) of expanded fillings, (amalgam vs. composite). In den letzten Jahren (Stand 2009) wurden in den USA und Portugal herausragende Studien an jeweils ca. 500 Kindern zu dieser Frage durchgeführt, deren voller Text von der ADA frei angeboten wird. Auszugsweise (nach M. Logies): In bleibenden Zähnen mussten innerhalb von nur 5 Jahren 14,9 % der Kompositefüllungen, aber nur 10,8 % der Amalgamfüllungen ersetzt werden (P = 0,45). Die Reparaturrate betrug 2,8 % vs. 0,4 % (P = 0,02) zugunsten von Amalgam. In der Beobachtung von bis zu 7 Jahren betrug die Überlebensrate für Amalgam 94,4 %, die für Komposite 85,5 %. Die Sekundärkariesrate, der vor Frakturen Hauptgrund für Füllungsverlust, war für Komposite 3,5-mal gegenüber Amalgam erhöht. In einer Nachanalyse konnte kein kariesprotektiver Effekt des Fluorids in Kompomer gegenüber Amalgam festgestellt werden.

Hinweis: Zu diesem Artikel gehört in der Quelle eine Tabelle. Die Tabellendaten werden in einer späteren Ausbaustufe ergänzt.