Bissflügelaufnahme
Synonym: Bissflügel, Flügelbiss · Englisch: bitewing (radiograph)
Besonders zur Kariesdiagnostik im Approximalbereich eingesetzte Röntgentechnik mit geringer Strahlenbelastung, bei welcher die Zahnbezirke (Kronen und oberen Wurzelteile mehrerer Ober- u. Unterkieferzähne) aufgenommen werden, an welchen klinisch nicht sichtbare Karies auftreten kann (Approximalfläche). Weiter eingesetzt zur Überprüfung des Randschlusses / der Randpassung von Inlays und Kronen, der Überprüfung von Karies unter bestehenden Füllungen (s. Abb. u.; Kariesrezidiv) und der bedingten Früherkennung von Kieferknochenabbau. Der Name stammt daher, dass Zahnfilme (4 x 3 cm Querformat-Größe) zum Einsatz kommen, die in ihrem Zentrum einen "Papier-Flügel" tragen, auf welchen der Patient bei der Aufnahme beißt. B. werden nur im Seitenzahngebiet eingesetzt (meist vier Aufnahmen für einen Status), da der Frontzahnbereich durch andere Methoden (z.B. starke Lichtquellen; Kariesdiagnostik) gut auf Karies überprüft werden kann. Eine diagnostische Erfolgsrate (Sensivität) wird in der Literatur mit Werten zwischen 50 und 90 % angeben; eine beginnende Karies allein im Zahnschmelz ist häufig nicht sicher zu erkennen. Je nach Kariesanfälligkeit wird der Einsatz von B. zwischen einem und zwei Jahren als sinnvoll angesehen. Die frühere Empfehlung, routinemäßig Bissflügelaufnahmen im Milch-, Wechsel- und frühen permanenten Gebiss in kürzeren Absständen zu machen, ist heute (2011) umstritten. Ein solches Vorgehen sollte auf Patienten mit hohem Kariesrisiko beschränkt bleiben. Mejare et al. geben "Kriterien zur Einteilung der Bissflügel-Radioluzenzen an okklusalen und approximalen Flächen an; sog. " Mejare-Index ": Aufbiss-Aufnahme, Diagnodent, Initialkaries, Kariesdiagnostik, Kariesrezidiv, laterale Zahnaufnahme, Röntgendiagnostik, Sekundärkaries
Schlagwörter