Zum Hauptinhalt springen

Inlay

Synonym: Einlagefüllung

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Inlays aus hochgoldhaltigem Edelmetall (Gold-Inlay, Goldguss-Füllung) oder aus kosmetischen Gründen aus Keramik (Keramik-Inlay), einer Kombination beider Werkstoffe (Galvano-Inlay) oder Kompositen (Komposit-Inlay) werden gefertigt. Es handelt sich um eine aufwendige Präparationsart. Ein Inlay ist im Gegensatz zum Onlay vollständig im Zahn mittels Befestigungszement verankert und überdeckt keine Höcker, sodass die Kaufläche nicht vollständig bedeckt ist. Besonders Gold-Inlays zählen zu den dauerhaftesten und erprobtesten Reparaturmaßnahmen am Zahn, mit Haltbarkeitszeiten von 1 bis 2 Jahrzehnten und mehr als Regel. Durch spezielle Poliermethoden lässt sich der technisch bedingte Spalt zwischen Füllung und Zahn bei Metallfüllungen minimieren (anfinieren); außerdem tragen besondere Präparationsarten (Federrand) zu einem optimalen Randschluss bei.

Die Übergänge von Inlays zu Onlays und Overlays sind fließend. Die Inlay-Präparation erfolgt zur optimalen Retention möglichst überall parallelwandig (Kastenpräparation, Ausblocken), gegebenenfalls mit Abschrägung am Rand (Federrand) und der Beseitigung angeschliffener Schmelzprismen. Unter sich gehende Stellen werden entweder im Mund durch Unterfüllung oder Aufbaufüllung korrigiert bzw. im Labor aufgefüllt (ausgeblockt).

Die Inlayabformung erfolgt nach der Präparation mit Präzisionsabformmassen. Die Herstellung des Inlays selbst erfolgt in der Regel in einem Dentallabor (indirektes Inlay). Die direkte Abformung (mittels Inlay-Wachs) des Gussobjekts im Mund (direktes Inlay) ist heute nur noch wenig gebräuchlich und auf Metall-Inlays oder kleine Kavitäten beschränkt. Dabei wird im Mund die Kavität mit erhitztem Inlay-Wachs aufgefüllt, an der Oberfläche der Kaufläche angepasst und diese Wachsform dann in einem Labor eingebettet und mit einer erhitzten Legierung ausgegossen. Es entfällt bei dieser Methode die aufwendige Modellherstellung.

Das Inlay hat einen ausgezeichneten Randschluss, ist sehr langlebig und wird außerhalb des Mundes angefertigt (Ausnahme: Cerec oder ähnliche Verfahren). Es ist wenig zahnsubstanzschonend, erfordert mindestens zwei Zahnarztbesuche und ist teuer (~ 400 - 600 €).