laterale Zahnaufnahme
Synonym: laterale Projektion, intraorale (Zahn-)Röntgenaufnahme · Englisch: (lateral) intraoral radiograph
Laterale Zahnaufnahme ist die bevorzugte Technik zur röntgenologischen Darstellung von (einzelnen) Zähnen. Das Prinzip ist dabei, dass sich der Strahlungskörper (z. B. die Röntgenröhre) außerhalb des Mundes befindet und der Sensor (in der Regel der Röntgenfilm) als letztes Objekt im Strahlengang liegt. Der Zentralstrahl der Röntgenröhre trifft dabei senkrecht auf eine Tangente des Zahnbogens in der Kauebene in der Höhe des zu untersuchenden Zahnes (Zähne) = orthoradiale Projektion (siehe Abb., Gegensatz: exzentrische Projektion). Ziel der Zahnaufnahme ist eine möglichst größengleiche (isometrische) Abbildung des Zahnes auf dem Röntgenfilm und eine regelrechte Darstellung im Bezug zu den Nachbarzähnen. Zur Verwendung kommen drei Einstelltechniken: Paralleltechnik ergibt die korrekteste Darstellung des Zahnes, da der Zentralstrahl zur Zahnlängsachse und der Sensorachse parallel verläuft. Häufig aus anatomischen Gründen nicht durchführbar; am ehesten im Unterkiefer-Seitenzahngebiet anwendbar. Rechtwinkeltechnik ist am sichersten mit einem Filmhalter und Kurztubus durchführbar; Filmhalter und Zentralstrahl bilden eine Senkrechte. Je näher die Zahnachse und Sensorachse aneinander genähert werden können, desto besser sind die isometrischen Ergebnisse. In der Regel tritt eine Überbetonung der Wurzellänge auf. Halbwinkeltechnik (auch "Winkelhalbierungstechnik" oder Cieszynski-Dieck-Technik) ist heute wegen der Ungenauigkeit der Halbwinkelbestimmung wenig gebräuchlich. Auch aus Strahlenschutzgründen (da die Aufnahme mit dem Finger gehalten wird) ist sie abzulehnen. Die parallaktisch verschobene Projektion beschreibt, dass die Bildschärfe durch den Objekt-Film-Abstand (engl. object-film-distance) bestimmt wird: Die Strecke Fokus-Objekt sollte relativ groß (Tubus), die Strecke Objekt-Film (Sensor) möglichst klein sein, um eine optimale Bildschärfe und natürliche Abbildungsgröße zu erhalten.