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Panoramaröntgenaufnahme

Synonym: Panoramaschichtaufnahme, Orthopantomogramm, OPG, Zahnfilm, Röntgenbild, Zahnröntgenaufnahme, PSA · Englisch: Panoramic X-ray, Orthopantomogram, OPG, Panoramic radiograph

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Panoramaröntgenaufnahme ist der Oberbegriff für verschiedene diagnostische Röntgenverfahren, bei denen neben den Zähnen auch die gesamten Kieferbezirke (einschließlich Kiefergelenk) auf einem Bild ("Panorama") dargestellt werden. Das Verfahren wurde erstmals 1946 vorgestellt und ist seit 1961 im klinischen Einsatz. Es gilt heute (2009) in Deutschland als das am häufigsten angewandte Verfahren bei der Röntgendiagnostik. Die Aufnahme (Röntgenquelle und Film) befinden sich bei dieser Technik außerhalb des Mundes. Schädelbezugslinien sind die Eckzahnlinie und die Frankfurter Horizontale. Von der Projektion her handelt es sich um eine angenäherte Paralleltechnik. Durch eine koordinierte Bewegung von Röntgenröhre und Bildempfänger (Filmkassette) um den Kopf des Patienten wird eine dem Zahnbogen entsprechende gekrümmte Schicht als Fläche (2D) abgebildet. Die Objekte, die hinter oder vor dieser Schicht liegen, werden verwischt und damit unscharf dargestellt. Das Ergebnis liefert eine "Schicht" als gute Übersicht (sog. "Groborientierung") zum Erkennen krankhafter Prozesse (z. B. tiefe Karies, Vereiterungen im Kiefer, verlagerte oder nicht angelegte Zähne), erreicht jedoch nicht die Detailgenauigkeit einzelner, direkt von den Zähnen aufgenommenen Röntgenaufnahmen (sog. Einzelaufnahmen oder Zahnfilme). Vorteile der Panoramaröntgenaufnahme sind der geringere Zeitaufwand, die standardisierte Projektion, das größere Aufnahmegebiet und ein geringeres Strahlenbelastungsrisiko. Im Dosisrisiko entspricht eine Panoramaröntgenaufnahme mit 400er Film-Folien-System vier E-speed-Zahnfilm-Einzelaufnahmen. Das bedeutet, dass die Ganzkörper-Strahlenbelastung bei der Panoramaröntgenaufnahme – bedingt durch technisch mögliche effektivere Verstärkerfolien – nur etwa ein Drittel so hoch ist wie bei einzelnen kleinen Zahnfilmaufnahmen und etwa bei 7 µSv effektiver Dosis oder der natürlichen Strahlenbelastung in Meereshöhe an einem Tag liegt. Bei der Einstellung (Position des Kopfes im Röntgengerät) und der Verwendung einer Filmkassette ergeben sich hauptsächlich drei Fehlerquellen: Kopf zu weit nach vorn: Besonders die Schneidezähne sind verschmälert, die Zahnreihen wirken "zusammengedrückt". Kopf zu weit nach hinten: Besonders die Schneidezähne sind verbreitert, die Zahnreihen wirken "auseinandergezogen". Unschärfe des gesamten Bildes: Der Film liegt in der Kassette der Verstärkerfolie nicht fest an. Eine ausführliche Beschreibung der Fehlerquellen findet sich unter: http://www.buchhandel.de/WebApi1/GetMmo.asp?MmoId=3670847&mmoType=PDF