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Zahnfilm

Synonym: Intraoraler Röntgenfilm, Dentalfilm, Röntgenfilm für Zahnaufnahmen · Englisch: dental film, dental X-ray film

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Ein Zahnfilm ist ein doppelseitig beschichteter, kleiner Röntgenfilm für intraorale Aufnahmen in der zahnärztlichen Diagnostik. Die Standardgröße beträgt in der Regel 5 × 4 cm, wobei verschiedene Formate je nach Anwendungsbereich existieren.

Aufbau eines Zahnfilms: Ein klassischer Zahnfilm besteht aus mehreren Schichten:

  1. Schutzschicht: Äußere Schicht zum Schutz der lichtempfindlichen Emulsion vor mechanischen Schäden.
  2. Lichtempfindliche Emulsion: Enthält Silberhalogenide (meist Silberbromid in Gelatine), die auf Röntgenstrahlung reagieren und das Bild erzeugen.
  3. Haftschicht: Verbinden die lichtempfindliche Emulsion mit dem Trägermaterial.
  4. Filmträger: Eine transparente Polyesterfolie, die Stabilität und Flexibilität gewährleistet.
  5. Zweite Haftschicht und lichtempfindliche Emulsion: Identischer Aufbau auf der Rückseite des Films zur beidseitigen Bildaufzeichnung.
  6. Schutzschicht: Weitere Schutzschicht gegen physikalische und chemische Einwirkungen.
  7. Bleifolie auf der Rückseite: Reduziert Streustrahlung und schützt das Gewebe vor unnötiger Strahlenexposition.

Anwendung und Vorteile: Der Zahnfilm wird direkt in den Mund des Patienten platziert und ermöglicht detaillierte Aufnahmen einzelner Zähne und umgebender Strukturen. Er ist besonders geeignet für Bissflügelaufnahmen, periapikale Aufnahmen und endodontische Diagnostik. Durch die doppelseitige Emulsionsbeschichtung wird eine hohe Bildqualität bei geringer Strahlenexposition erreicht.

Mit der Weiterentwicklung der digitalen Radiologie wird der klassische Zahnfilm zunehmend durch digitale Speicherfoliensysteme (PSP) und digitale Sensoren ersetzt, die eine schnellere Bildverarbeitung und reduzierte Strahlenbelastung ermöglichen.