Zum Hauptinhalt springen

Fixierbad

Synonym: Fixierungslösung, Fixiersubstanz, Röntgenfilmfixierung · Englisch: fixing bath

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Fixierbad ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung von Röntgenfilmen und dient der Entfernung unbelichteter Silberhalogenide aus der Filmemulsionsschicht. Dieser Prozess fixiert das Bild und macht es dauerhaft haltbar und lichtunempfindlich.

Prozess:

  • Phase 1 – Klärzeit: Die Silberhalogenide der Emulsionsschicht werden in ein schwerlösliches Doppelsalz umgewandelt. Dabei verschwindet die milchige Färbung der Schicht, und das Bild wird klar sichtbar.
  • Phase 2 – Bildung von Silberthiosulfat-Komplexen: Es entstehen leichtlösliche Silberthiosulfat-Komplexe, die durch anschließende Wässerung vollständig aus der Emulsion entfernt werden.

Fixiersubstanzen:

  • Natriumthiosulfat: Standardfixiersubstanz.
  • Ammoniumthiosulfat: Wird in Schnellfixierbädern verwendet, da es eine raschere Reaktion ermöglicht.

Relevanz in der Röntgentechnik: Das Fixierbad ist essenziell für die Erstellung qualitativ hochwertiger und langzeitstabiler Röntgenbilder. Eine unvollständige Fixierung kann zur verbleibenden Lichtempfindlichkeit der Filme und damit zu einer Verschlechterung der Bildqualität führen.

Wartung und Entsorgung: Die Fixierlösung muss regelmäßig erneuert werden, da die Aufnahmefähigkeit für Silberhalogenide begrenzt ist. Gebrauchte Fixierbäder enthalten Silberreste und müssen daher umweltgerecht entsorgt werden.