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Röntgenfilm

Englisch: radiographic or X-ray film, dental film, single tooth radiograph

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Röntgenfilme bestehen aus einer Polyesterfolie, die mit einer röntgenlichtempfindlichen Emulsion auf Basis von Silberbromid beschichtet ist. Diese Emulsion enthält eine geordnete Silberkristallstruktur. Zur Reduzierung der Strahlendosis wird der Film in der Regel mit einer sogenannten Verstärkerfolie hinterlegt. Das Prinzip dahinter ist wie folgt: Silberhalogenid auf einem transparenten Acrylträger wird durch die kurzzeitig einwirkende ionisierende Strahlung sowie den anschließenden Entwicklungs- und Fixiervorgang reduziert und fixiert. Dabei entsteht ein dauerhaftes Bild, da auf dem fixierten Träger nur die schwarzen Silberatome zurückbleiben.

Diese Silberatome sind in mehreren Schichten übereinander angeordnet, wodurch unterschiedliche Dichtverteilungen entstehen. Diese Dichtverteilungen erzeugen die verschiedenen Graustufen auf dem Film. Der Röntgenfilm dient somit primär als ein Strahlenmessgerät.

Die Bildinformationen auf dem Film sind nach Abschluss des Entwicklungs- und Fixiervorgangs nicht mehr veränderbar – im Gegensatz zum digitalen Röntgen. Graustufen können lediglich durch unterschiedliche Hintergrundbeleuchtungen deutlicher hervorgehoben werden, bleiben jedoch an sich unverändert.

Zahnfilme sind kleine Röntgenfilme, die in der Regel eine Standardgröße von 5 x 4 cm haben. Sie werden im Mund verwendet, wobei der Zahnfilm hinter dem Zahn positioniert wird und die Röntgenquelle außerhalb des Mundes liegt.

Zur Abschirmung von Streustrahlung befindet sich auf der Rückseite des Films eine dünne Bleifolie, und zur Dosisreduzierung wird eine Verstärkerfolie verwendet. Mit dieser Technik lassen sich auf einem Zahnfilm in der Regel 2 bis 4 Zähne abbilden.

Im Vergleich zu Panoramatechniken bieten Zahnfilme eine unvergleichliche Detailgenauigkeit. Mithilfe eines sogenannten Röntgenstatus können auch alle Zähne eines Gebisses dargestellt werden. Allerdings ist diese Methode mit einer höheren Strahlenbelastung und einem aufwendigeren Handling verbunden.