Tomographie
Synonym: Tomogramm, Computertomographie (CT), Röntgenschichtaufnahme · Englisch: tomography
Tomographieverfahren zur Herstellung von Querschnittsbildern (scheibenförmigen Abbildungen, „Schichtaufnahmeverfahren“) des Körpers oder Teilen davon mit Hilfe von Röntgenstrahlen. Eine CT-Anlage besteht aus der Röntgenröhre, dem Detektorsystem und einem Rechner. Sie wurde 1967 von Sir Godfrey Hounsfield entwickelt und ab 1972 als Kopf-Scanner EMI Mark I kommerziell vertrieben.
Die Anfertigung eines Schnittbildes erfolgt durch ein eng begrenztes Röntgenstrahlenbündel, welches die gewünschte Körperschnittebene aus verschiedenen Richtungen abtastet. Die so gewonnenen Körperquerschnitte haben eine variable Schichtdicke. Die durch den Körper abgeschwächten Röntgenstrahlen werden durch Detektoren erfasst, in elektrische Signale umgewandelt und an einen Computer weitergeleitet, wo sie in ihrer räumlichen Verteilung rechnerisch zu einem Querschnittsbild aufgebaut werden. In der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK) wird die CT nur selten angewendet (siehe unten); stattdessen wird die digitale Volumentomographie (DVT) eingesetzt.
Neben dem größeren zeitlichen Aufwand für die CT-Diagnostik stellt die erhöhte Strahlenbelastung einen weiteren Nachteil dar. Bei einer Panorama-Schichtaufnahme liegt die Strahlendosis bei etwa 0,006 mGy bis 0,65 mGy. Selbst bei einem dosisreduzierten CT liegt die Belastung dagegen noch bei 6-11 mGy.
In der ZMK wird die CT im Rahmen der Panorama-Schichtaufnahme modifiziert angewandt.