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Zahnfüllung

Synonym: Füllung, Zahnfüllungen, Kavitätenfüllung, Füllungen · Englisch: dental filling, restoration

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand:

Eine Zahnfüllung verschließt einen Defekt in der Zahnhartsubstanz, der durch Karies, einen Bruch oder Abnutzung entstanden ist. Sie stellt Form und Funktion des Zahnes wieder her und schützt das darunterliegende Gewebe.

→ Mehr zur Behandlung: Zahnfüllung – Ablauf, Materialien und Patientenfragen

Der Grundsatz

Zuerst wird das erkrankte Gewebe entfernt. Zurück bleibt eine Kavität, also der ausgeräumte Hohlraum, der anschließend gefüllt wird. Wie viel gesunde Zahnhartsubstanz dabei erhalten bleibt, entscheidet über die Haltbarkeit des Zahnes – deshalb wird so wenig wie möglich und so viel wie nötig entfernt.

Gearbeitet wird meist unter Lokalanästhesie. Für zahnfarbene Werkstoffe muss das Arbeitsfeld trocken bleiben; dafür dient der Kofferdam, ein Spanngummi, der den Zahn von der übrigen Mundhöhle abtrennt.

Direkt und indirekt

  • Direkte Füllungen entstehen im Mund, in einer Sitzung. Dazu zählen Komposit, Amalgam und Glasionomerzement.
  • Indirekte Füllungen werden außerhalb des Mundes angefertigt und dann eingesetzt: Inlay, Onlay und Teilkrone. Sie kommen infrage, wenn der Defekt für eine direkte Füllung zu groß ist.

Eine Übersicht der Werkstoffe steht unter Füllungsmaterialien.

Zahnfarbene Füllungen

Komposit ist ein Kunststoff mit keramischen Füllkörpern. Er wird nicht in die Kavität gestopft, sondern mit dem Zahn verklebt: Über die Säure-Ätz-Technik entsteht ein mikroskopisch raues Relief, in das der Kunststoff eindringt. Verarbeitet wird in Schichten, jede wird einzeln ausgehärtet.

Bei Defekten, die bis zwischen die Zähne reichen, formt eine Matrize die Seitenwand nach, damit ein sauberer Kontakt zum Nachbarzahn entsteht.

Randschluss

Der Füllungsrand ist die empfindlichste Stelle. Liegt dort ein Spalt, sammeln sich Bakterien, und es entsteht Sekundärkaries – neue Karies unter oder neben einer vorhandenen Füllung. Deshalb wird der Rand poliert und bei Kontrollen gezielt angesehen.

Sprachgebrauch

Umgangssprachlich heißt die Füllung noch häufig Plombe. Der Begriff stammt aus der Zeit der Bleifüllungen; im heutigen Sinn bezeichnet er dieselbe Sache, siehe Plombe. Die zusammenfassende Bezeichnung für alle wiederherstellenden Arbeiten am Zahn lautet Restauration.