Zahnerhaltungskunde
Synonym: konservierende Zahnheilkunde, Zahnerhalt · Englisch: conservative dentistry
Die Zahnerhaltungskunde ist ein wissenschaftlicher Zweig der Zahnheilkunde, der sich mit der langfristigen Erhaltung natürlicher Zähne oder ihrer Bestandteile befasst. Sie umfasst Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Therapie von Zahnerkrankungen, um Zahnverlust zu vermeiden.
Zu den zentralen Bereichen der Zahnerhaltungskunde gehören:
- Prävention und Prophylaxe – Maßnahmen zur Vermeidung von Zahnerkrankungen, einschließlich professioneller Zahnreinigung, Fluoridierung und Ernährungslenkung.
- Füllungstherapie – Behandlung von kariösen Defekten oder Zahnhartsubstanzverlusten durch restaurative Materialien wie Komposite, Amalgam oder Keramik.
- Endodontie – Therapie von Erkrankungen des Zahninneren (Pulpa), insbesondere Wurzelkanalbehandlungen zur Erhaltung tief zerstörter Zähne.
Obwohl die Parodontologie aufgrund ihrer eigenständigen Bedeutung als separate Disziplin betrachtet werden kann, wird sie in Deutschland traditionell als Teilbereich der Zahnerhaltungskunde gelehrt. Die Zahnerhaltungskunde ist in der modernen Zahnmedizin wesentlich, da sie durch vorbeugende und therapeutische Maßnahmen die natürliche Funktion und Struktur der Zähne möglichst lange bewahren soll.