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Mandibularanästhesie

Englisch: mandibular anaesthesia

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Mandibularanästhesie in der ZHK ist die am meisten angewandte Form einer Leitungsanästhesie des Unterkiefers am Foramen mandibulae (einer Nerveneintrittsstelle in den Knochen; siehe Abb.). Aufgrund der Dicke der Knochenrinde des Unterkiefers ist bei den hinteren Backenzähnen eine Betäubung unmittelbar an der Zahnwurzel (Infiltrationsanästhesie) nicht mehr möglich. Daher wird der Unterkiefernerv (ein Teil des Trigeminusnervs, N. mandibularis) direkt an seiner Eintrittsstelle (Foramen mandibulae; siehe auch Abb. unter Mandibula und Mandibularkanal) im Unterkiefer blockiert, mit der Folge, dass bei der Mandibularanästhesie fast alle Zähne einer Unterkieferhälfte und die halbe Lippe betäubt sind ("taube Lippe"). Das Auffinden der nicht sichtbaren Eintrittsstelle im aufsteigenden Ast kann manchmal schwierig sein.