Injektion
Synonym: Einspritzen · Englisch: injection
Injektion ist das mit Druck verbundene Einbringen von therapeutischen Flüssigkeiten (Medikamenten) ins Körpergewebe, meist mittels einer feinen Hohlnadel (Injektionskanüle) mit einer Länge zwischen 25 und 42 mm. In der Zahnheilkunde wird sie gemeinhin als "Betäubungsspritze" bezeichnet. Nach dem Einbringungsort werden verschiedene Injektionsarten unterschieden, zum Beispiel:
- in eine Arterie, intraarteriell = i.a.
- in eine Vene, intravenös = i.v.
- in einen Muskel, intramuskulär = i.m.
- unter die Schleimhaut, in das Unterschleimhautgewebe, submukös = s.m.
- in die Haut, intracutan = i.c.
- unter die Haut, in das Unterhautgewebe, subcutan = s.c.
- in das Zahnligament = intraligamentäre Anästhesie
- in den Knochen = intraossäre Anästhesie
- fraktionierte Injektion = Nachspritzen eines Lokalanästhetikums, in der Regel bei größeren Eingriffen.
Bisher konnten sich nadellose Injektionssysteme (2007) nicht durchsetzen, obwohl sie neuerdings bei der Zufuhr von Impfstoffen und Insulin in der Humanmedizin verwendet werden. Ein Problem stellt das dichte Aufsetzen des Injektors auf der Unterlage dar. Letzteres wurde durch die Einführung eines Silikonaufsatzes zumindest teilweise gelöst. Das laute Geräusch im Kopfbereich bei der Auslösung der Injektion, bei dem die Lösung mit hohem Druck durch die Schleim- und Knochenhaut hindurch appliziert wird, wird besonders bei Kindern und ängstlichen Patienten selten gut akzeptiert.