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Fraktionierte Lokalanästhesie

Synonym: Fraktionierte Injektion, 2-zeitige Injektion, Nachinjektion, Nachspritzen · Englisch: fractionated local anesthesia

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die fraktionierte Lokalanästhesie ist eine Methode zur Verabreichung von Lokalanästhetika, bei der die Gesamtdosis in mehrere zeitlich getrennte Einzelgaben aufgeteilt wird. Diese Technik, auch als 2-zeitige Injektion oder Nachinjektion bezeichnet, wurde insbesondere nach Keeser und Precht beschrieben. Typischerweise erfolgen die Injektionen in einem Abstand von etwa 20 bis 30 Minuten.

Dieses Verfahren findet vor allem bei größeren zahnärztlichen oder chirurgischen Eingriffen Anwendung, bei denen eine längere Anästhesiewirkung erforderlich ist oder die maximale Einzeldosis des Lokalanästhetikums überschritten werden müsste. Durch die zeitlich versetzte Applikation wird die Wirkung des Lokalanästhetikums verlängert, ohne die zulässige Gesamtdosis zu überschreiten, was die Sicherheit für den Patienten erhöht.

Ein weiterer Vorteil der fraktionierten Injektion besteht darin, dass sie die Möglichkeit bietet, die Anästhesie je nach Fortschritt des Eingriffs anzupassen und gezielt nachzuapplizieren. Dies minimiert die Wahrscheinlichkeit einer unzureichenden Schmerzausschaltung und verbessert das Schmerzmanagement während des gesamten Eingriffs.

Die fraktionierte Lokalanästhesie ist ein wichtiges Instrument in der zahnärztlichen Praxis, insbesondere in der Chirurgie, und erweitert die Flexibilität und Effizienz des Lokalanästhesieverfahrens.