Zahnersatz
Zahnkrone
Künstliche Hülle, die einen zerstörten Zahn stabilisiert und schützt.

Eine Krone wird immer dann sinnvoll, wenn ein Zahn so viel Substanz verloren hat, dass eine normale Füllung nicht mehr genug Halt böte. Das kann nach einer großen Karies sein, nach einer Wurzelkanalbehandlung oder wenn ein Zahn gebrochen ist. Die Krone fasst den verbleibenden Zahn rundum ein und schützt ihn vor dem Auseinanderbrechen.
Anders als ein Implantat ersetzt eine Krone keinen fehlenden Zahn – sie überdeckt einen vorhandenen. Die Wurzel bleibt erhalten und übernimmt weiter ihre Funktion im Kieferknochen. Das ist der große Vorteil gegenüber dem Ziehen: Substanzerhalt geht vor.
Heute wird in den meisten Fällen Vollkeramik (Zirkonoxid oder Lithiumdisilikat) verwendet – sie ist ästhetisch nah am natürlichen Zahn und vollkommen metallfrei. Im Seitenzahnbereich kommt auch noch die metallverstärkte Verblendkrone zum Einsatz. Eine reine Goldkrone gilt unter Fachleuten weiter als langlebigstes Material.
Wann ist diese Behandlung sinnvoll?
- Ein Zahn ist zu stark zerstört, dass eine Füllung nicht mehr genug Halt böte.
- Nach einer Wurzelkanalbehandlung – der Zahn ist meist spröde und braucht eine Krone als Schutz.
- Ein großes Stück ist abgebrochen, die Wurzel ist aber erhaltbar.
- Ein Zahn dient als Brückenpfeiler.

So entsteht Ihre Krone Schritt für Schritt
Vier Phasen einer Zahnkrone: 1. Der Zahn wird beschliffen. 2. Die Form wird kontrolliert. 3. Eine Abformung dient dem Labor als Vorlage. 4. Die fertige Krone wird anprobiert und eingesetzt.
Ablauf einer Kronen-Behandlung
Beratung und Vorbehandlung
Zuerst wird geprüft, ob der Zahn überhaupt überkront werden kann oder zuvor noch behandelt werden muss. Auch das Material wird besprochen.
Beschleifen des Zahns
Der Zahn wird in örtlicher Betäubung rundum ein wenig zurückgeschliffen, damit die Krone genug Platz hat und natürlich aussieht.
Abdruck und Farbnahme
Ein konventioneller Abdruck oder ein 3D-Scan erfasst die genaue Form. Die Farbe wird im Tageslicht an einem Farbring abgeglichen.
Provisorium
Während das Zahnlabor die Krone anfertigt – meist 1 bis 2 Wochen – schützt ein Kunststoff-Provisorium den beschliffenen Zahn.
Einprobe und Einsetzen
Beim zweiten Termin wird die fertige Krone eingesetzt. Passt sie und gefällt sie Ihnen, wird sie definitiv zementiert oder verklebt.
Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Erhält den eigenen Zahn statt ihn zu ziehen – Substanz bleibt im Mund.
- Sehr stabil, auch beim festen Zubeißen.
- Vollkeramik ist optisch kaum vom Nachbarzahn zu unterscheiden.
- Hohe Haltbarkeit – 15 bis 20 Jahre sind die Regel.
- Pflege wie ein normaler Zahn.
Mögliche Nachteile
- Der Zahn muss beschliffen werden – das ist nicht rückgängig zu machen.
- Bei wurzelbehandelten Zähnen besteht ein leicht erhöhtes Risiko, dass der Zahn später verloren geht.
- Eigenanteil – die gesetzliche Kasse zahlt nur den Festzuschuss.
- Bei sehr großen Defekten ist gelegentlich vorher ein Stiftaufbau nötig.
Häufige Fragen
- Nein, dank örtlicher Betäubung spüren Sie davon nichts. In den Tagen danach kann der Zahn kurzzeitig kälteempfindlich sein.
Begriffe im Lexikon nachlesen
Fachbegriffe rund um diese Behandlung – kurz und verständlich erklärt.