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Gesundheit

Schnarchschiene

Sanfte Schiene gegen Schnarchen und leichte Schlafapnoe – von der Zahnärztin angepasst.

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand:
Vorschaubild: Schnarchschiene
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Schnarchschiene

Schnarchen ist mehr als ein nervtötendes Geräusch. Es ist Ausdruck einer Verengung der Atemwege im Schlaf – und kann in schweren Fällen zu nächtlichen Atemstillständen (Schlafapnoe), Tagesmüdigkeit und langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Die Unterkiefer-Protrusionsschiene ist eine elegante Therapie. Sie besteht aus zwei dünnen Kunststoff-Schienen, die nachts wie ein Mundschutz auf die Zähne aufgesetzt werden und über eine kleine Mechanik verbunden sind. Diese hält den Unterkiefer in einer leicht nach vorne verlagerten Position – typischerweise 5 bis 8 Millimeter. Dadurch wird der Zungengrund mit nach vorne gezogen, der Atemweg im Rachen bleibt offen.

Für wen ist sie geeignet? Bei einfachem Schnarchen und leichter Schlafapnoe hilft die Schiene bei den meisten Patienten gut. Bei mittlerer bis schwerer Schlafapnoe gehört vorher unbedingt eine schlafmedizinische Abklärung dazu. Wichtig: Die Schiene muss individuell vom Zahnarzt angepasst werden.

Wann ist diese Behandlung sinnvoll?

  • Sie schnarchen regelmäßig laut.
  • Eine leichte bis mittlere Schlafapnoe ist diagnostiziert.
  • Sie können eine CPAP-Maske nicht tolerieren und suchen eine Alternative.
  • Sie wollen eine sanfte Lösung ohne Operation ausprobieren.

Ablauf bei einer Schnarchschiene

  1. Schlafmedizinische Abklärung

    Bei lautem Schnarchen, vor allem mit Tagesmüdigkeit, gehört eine schlafmedizinische Untersuchung dazu.

  2. Zahnärztliche Voruntersuchung

    Das Gebiss wird geprüft. Bei Bruxismus oder Kiefergelenksbeschwerden ist Vorsicht geboten.

  3. Abdruck und Bissregistrierung

    Ein präziser Abdruck oder Scan beider Kiefer. Mit einer Schablone wird die zukünftige Vorverlagerung registriert.

  4. Anfertigung im Labor

    Die individuelle Schiene wird im Labor hergestellt. Dauer: 1 bis 2 Wochen.

  5. Eingewöhnung

    Die ersten Nächte können sich unbequem anfühlen. Nach 1 bis 2 Wochen merken die meisten Patienten die Schiene kaum noch.

  6. Feinjustierung und Kontrolle

    Bei den meisten Modellen kann die Schiene millimeterweise nachjustiert werden. Eine Kontrolle nach 4 bis 8 Wochen prüft Wirkung.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Vorteile

  • Wirksam bei einfachem Schnarchen und leichter Schlafapnoe.
  • Sanfter Eingriff – keine Operation.
  • Reversibel – Schiene auslassen, alles ist beim Alten.
  • Klein, leise, kein Stromanschluss nötig.
  • Auch auf Reisen problemlos mitführbar.

Mögliche Nachteile

  • Nicht ausreichend bei mittlerer bis schwerer Schlafapnoe (allein).
  • Eingewöhnungsphase mit eventuellem Mund-/Kieferdruck am Morgen.
  • Bei langfristigem Tragen können sich leichte Zahn- und Bissveränderungen einstellen.
  • Bei Bruxismus oder Kiefergelenksbeschwerden nicht immer geeignet.

Häufige Fragen

  • Bei vielen Patienten schon in der ersten Nacht. Die volle Eingewöhnung braucht meist ein bis zwei Wochen.

Begriffe im Lexikon nachlesen

Fachbegriffe rund um diese Behandlung – kurz und verständlich erklärt.

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