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Zahnersatz

Teleskopprothese

Hochwertige herausnehmbare Prothese mit Doppelkronen-Halt.

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand:
Vorschaubild: Teleskopprothese
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Teleskopprothese

Unter den herausnehmbaren Versorgungen ist die Teleskopprothese die aufwendigste. Über die verbliebenen Zähne werden dünne, polierte Kronen – die Primärkronen – fest zementiert. Auf der Innenseite der herausnehmbaren Prothese sitzen exakt passende Gegenstücke, die Sekundärkronen. Beim Einsetzen gleiten beide Kronen ineinander wie zwei Teile eines Teleskops.

Das Besondere: Anders als bei einer klammergetragenen Modellgussprothese sieht man von außen nichts. Keine sichtbaren Metallklammern, kein Prothesengefühl – und doch die Möglichkeit, die Prothese zum Reinigen herauszunehmen. Viele Patienten beschreiben den Komfort als sehr nah an festsitzendem Zahnersatz.

Voraussetzung sind ausreichend stabile Restzähne, die als Halte-Pfeiler dienen können. Sind Zähne lockerer, lassen sie sich oft mit einer vorgeschalteten Parodontitis-Behandlung wieder stabilisieren.

Zwei Bauformen der Teleskopprothese

Je nach Restzahnbestand und Ästhetik-Wunsch wird die Teleskopprothese in zwei Varianten angefertigt: klassisch mit Kunststoffsattel am Ende – oder filigran als Brücke gestaltet, wenn das Erscheinungsbild im Vordergrund steht.

Teleskopprothese mit Freiendsattel – herausnehmbare Doppelkronen-Versorgung mit Kunststoffsattel im hinteren Bereich

Variante 1

Mit Freiendsattel

Teleskopprothese als filigrane Brücke gestaltet – ästhetische Doppelkronen-Versorgung ohne sichtbaren Sattel

Variante 2

Als Brücke gestaltet

Wann ist diese Behandlung sinnvoll?

  • Mehrere Zähne fehlen und einige stabile Restzähne sind noch vorhanden.
  • Sie möchten den Komfort einer festen Lösung, schätzen aber die Reinigungsmöglichkeiten einer herausnehmbaren Prothese.
  • Sichtbare Klammern wären für Sie ein Ausschlusskriterium.
  • Sie planen langfristig – die Teleskopprothese lässt sich später erweitern.

Ablauf einer Teleskopprothese

  1. Vorbefund und Sanierung

    Restzähne werden auf Karies und Parodontitis untersucht. Wackelnde Zähne werden stabilisiert oder, wenn nicht zu retten, gezogen.

  2. Beschleifen der Pfeilerzähne

    Die geplanten Pfeilerzähne werden konisch beschliffen – ähnlich wie für eine normale Krone, aber etwas spezieller in der Form.

  3. Anfertigung der Primärkronen

    Im Labor werden die Primärkronen aus Metall oder Vollkeramik hergestellt. Sie werden auf die Pfeilerzähne fest zementiert.

  4. Abdruck mit Primärkronen

    Wenn die Primärkronen sitzen, wird ein neuer Abdruck genommen. Auf dieser Basis fertigt das Labor die herausnehmbare Prothese an.

  5. Einprobe

    Die fertige Prothese wird mehrfach eingeprobt – Sitz, Biss, Ästhetik werden bis zur Zufriedenheit angepasst.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Vorteile

  • Sehr stabiler Halt – keine sichtbaren Klammern.
  • Hoher Komfort, fühlt sich fast wie festsitzender Zahnersatz an.
  • Pflegefreundlich – herausnehmen, gründlich reinigen, wieder einsetzen.
  • Erweiterbar – bei Verlust eines Pfeilers lässt sich die Prothese meist umarbeiten.
  • Wegen der gleichmäßigen Kraftverteilung schonen die Pfeilerzähne länger.

Mögliche Nachteile

  • Aufwendige Herstellung – mehrere Sitzungen, höherer Eigenanteil als bei Modellguss.
  • Erfordert ausreichend stabile Restzähne als Pfeiler.
  • Beschleifen der Pfeilerzähne ist irreversibel.
  • Pflege braucht etwas mehr Aufmerksamkeit.

Häufige Fragen

  • Die Modellgussprothese hält über sichtbare Metallklammern. Die Teleskopprothese nutzt stattdessen Doppelkronen – keine sichtbaren Klammern, deutlich höherer Komfort, aber auch höherer Eigenanteil.

Begriffe im Lexikon nachlesen

Fachbegriffe rund um diese Behandlung – kurz und verständlich erklärt.

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