Zahnersatz
Zahnbrücke
Brücke aus mehreren verbundenen Kronen, gestützt auf den Nachbarzähnen.

Eine Brücke ist eine der etabliertesten Lösungen, um eine Zahnlücke zu schließen. Sie besteht aus mindestens drei Teilen: zwei Kronen auf den Nachbarzähnen – den sogenannten Ankerkronen oder Pfeilern – und einem oder mehreren Brückengliedern in der Mitte. Alles ist starr miteinander verbunden und wird in einem Stück eingesetzt.
Das Prinzip ist über Generationen bewährt und gilt als sehr zuverlässig. Wenn die Nachbarzähne ohnehin sanierungsbedürftig sind – etwa, weil sie große Füllungen tragen – ist die Brücke meist die bessere Lösung als ein Implantat. Sind die Nachbarzähne dagegen kerngesund, ist das Beschleifen ein Argument, das gegen die Brücke und eher für ein Implantat spricht.
Materialien gibt es viele: klassische Verblendmetallbrücken sind robust und kostengünstig, Vollkeramik-Brücken aus Zirkonoxid bieten heute hervorragende Ästhetik und Festigkeit auch für den Seitenzahnbereich.
Wann ist diese Behandlung sinnvoll?
- Ein einzelner Zahn fehlt und beide Nachbarzähne sind stabil.
- Die Nachbarzähne sind ohnehin schon überkront oder haben große Füllungen.
- Sie möchten eine feste Lösung und kein Implantat.
- Zwei bis drei nebeneinander liegende Zähne fehlen und die äußeren Nachbarn sind belastbar.

So entsteht Ihre Brücke Schritt für Schritt
Vier Phasen einer Zahnbrücke: 1. Die Pfeilerzähne werden beschliffen. 2. Die Form wird kontrolliert. 3. Eine Abformung wird genommen. 4. Wenn alles passt, wird die Brücke eingesetzt.
Ablauf einer Brücken-Behandlung
Vorbefund und Planung
Röntgenbild, Beurteilung der möglichen Pfeilerzähne, gegebenenfalls Vorbehandlung. Material wird gemeinsam besprochen.
Beschleifen der Pfeilerzähne
In örtlicher Betäubung werden die Nachbarzähne so weit zurückgeschliffen, dass die späteren Ankerkronen genug Platz haben.
Abdruck und Farbnahme
Ein konventioneller Abdruck oder ein digitaler Scan erfasst die Form. Die Zahnfarbe wird passend zum Nachbarzahn ausgewählt.
Provisorium
Während das Labor die Brücke anfertigt, trägt der Patient ein provisorisches Brücken-Element aus Kunststoff.
Einprobe und Befestigung
Die fertige Brücke wird probeweise eingesetzt. Wenn alles passt, wird sie definitiv mit Zement oder Klebstoff fixiert.
Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Bewährt seit Jahrzehnten – sehr gut planbar und zuverlässig.
- Sitzt fest im Mund, kein Prothesengefühl.
- Behandlungsdauer nur wenige Wochen – keine Monate Einheilzeit wie beim Implantat.
- Auch bei vorhandenem Knochenschwund einsetzbar.
- Kostengünstiger als Implantat-Lösungen.
Mögliche Nachteile
- Die Nachbarzähne müssen beschliffen werden – bei gesunden Zähnen ist das ein Substanzverlust.
- Wenn die Pfeilerzähne später Probleme machen, geht die ganze Brücke oft mit verloren.
- Der Kieferknochen unter dem Brückenglied baut sich langsam ab.
- Schwieriger zu reinigen unter dem Brückenglied.

Natürliches Ergebnis: Die fertige Brücke fügt sich harmonisch ins Lächeln ein.
Häufige Fragen
- Beides hat seinen Platz. Sind die Nachbarzähne ohnehin überkront, ist die Brücke meist wirtschaftlicher. Sind sie gesund, schont das Implantat sie und ist langfristig oft die bessere Lösung.
Begriffe im Lexikon nachlesen
Fachbegriffe rund um diese Behandlung – kurz und verständlich erklärt.