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Schmelzhypoplasie

Synonym: Schmelzfehlbildung, Schmelzdysplasie · Englisch: enamel hypoplasia

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Schmelzhypoplasie, bedingt durch Verkalkungsstörungen während der Mineralisationsphase der Zähne, fällt besonders kosmetisch auf durch Flecken, Opazitäten, Rillen, Furchen usw. sowie eine erhöhte Kariesanfälligkeit. Sie ist selten genetisch bedingt (z. B. Amelogenesis imperfecta, Zahnhartsubstanzdefekte), meist jedoch erworben durch äußere Störungen wie vereiterte Milchzähne, Zahnunfälle im Milchzahngebiss, Medikamente, Fluoridüberdosierungen, Tetrazykline, allgemeine Infektionen (Rachitis, Röteln, Lues, Salmonelleninfektion) oder systemische Erkrankungen (Stoffwechselstörungen, hormonale Erkrankungen). Häufig ist die eigentliche Ursache nicht mehr feststellbar, jedoch lässt sich der Zeitpunkt der Schädigung aufgrund der Mineralisationszeiten relativ genau bestimmen. Die Prävalenz von Schmelzhypoplasie wird in der Literatur stark schwankend zwischen 3 und 78 % angegeben, wobei als häufigste Ursache chronische Fluorid-Überdosierungen (Fluorose) genannt werden.