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Lues connata

Synonym: angeborene Syphilis · Englisch: congenital syphilis (treponemiasis)

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Lues connata Infektion des Fetus durch eine syphilitische Mutter mit den Haupterscheinungsbildern der Hutchinson-Trias; im Mund sichtbar an den sogenannten Hutchinson-Zähnen (Tonnenzähne, s. Abb.). Dabei sind besonders die mittleren Schneidezähne an ihrer Schneidekante halbmondförmig eingebuchtet. Die anderen Zähne haben meist ein "tonnenförmiges" Aussehen, die Backenzähne eine beerenartige Oberfläche (Maulbeermolar, "Pflüger-Molar", "Pflüger-Knospenzahn"). Neugeborene weisen in den Mundwinkeln speziell angeordnete Narben auf, sogenannte Parrot-Furchen. Die Infektion auf den Fetus erfolgt in der Regel erst nach dem 6. Fetalmonat. Generell ist die Syphilis – hervorgerufen durch den Erreger Treponema pallidum – in den letzten Jahren wieder im Zunehmen begriffen: So wurde ein verstärktes Auftreten der infektiösen Syphilis, besonders in Europa, aber auch in den USA, registriert. Im Mund sind meist atypische und schmerzlose Ulzerationen hochinfektiös und treten im Rahmen der in mehreren Stadien verlaufenden Syphilis-Infektion als Primäraffekt auf. Eine Diagnose ist nur serologisch möglich, wobei möglichst mehrere der Syphilis-Parameter VDRL, RPR, TPHA und FTA-IgM sowie FTA-IgG bestimmt werden sollten. Bei Nichterkennung oder -behandlung kann es Jahre später zur Tertiärinfektion mit Bildung von Gummen (s. Abb.) und Befall des Nervensystems (Neurolues) kommen.