Syphilis
Synonym: Lustseuche, Lues venerea · Englisch: treponemiasis
Syphilis ist eine durch Spirochäten (Treponema pallidum) hervorgerufene chronische Infektionskrankheit (Geschlechtskrankheit, meldepflichtig), die klinisch in drei Stadien eingeteilt wird:
Primärstadium (Schankerbildung, lokale Lymphadenopathie), Sekundärstadium (Fieber, generalisierte Lymphadenopathie, papulöse Infiltratbildungen; siehe Abbildung in der Mitte), Spätstadium (Gummen, Aortitis, Aneurysmen, Tabes dorsalis; siehe Abbildung unten). Zur Diagnose werden in der Regel serologische Nachweisverfahren angewandt. Die Therapie erfolgt üblicherweise mit Penicillin.
Generell ist die Syphilis in den letzten Jahren (2007) wieder auf dem Vormarsch: So wurde ein verstärktes Auftreten der infektiösen Syphilis, besonders in Europa, aber auch in den USA, registriert. Im Jahr 2007 wurden mehr als 3.000 Fälle von Syphilis in Deutschland gemeldet. Damit haben sich die Infektionszahlen seit 2004 stabilisiert.
Eine Diagnose ist nur serologisch möglich, wobei möglichst mehrere Syphilis-Parameter wie VDRL, RPR, TPHA, FTA-IgM und FTA-IgG bestimmt werden sollten. Bei Nichterkennung oder -behandlung kann es Jahre später zu einer Tertiärinfektion mit der Bildung von Gummen und Befall des Nervensystems (Neurolues) kommen.
Zahnärztlich ist zu beachten:
Nicht selten treten Mundschleimhautveränderungen im Rahmen einer Syphilis auf. Der Erreger kann durch Blut und Speichel übertragen werden. In 10 % der Fälle liegen weitere Allgemeinerkrankungen (z. B. HIV) vor.
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