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Amelogenesis imperfecta

Synonym: Zahnschmezfehlbildung, Schmelzdysplasie · Englisch: amelogenesis imperfecta, ghost teeth

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Amelogenesis imperfecta ist eine seltene (Häufigkeit 1:14.000 (USA); 1:7 (Nord-Schweden)), vererbte Erkrankung mit gestörter und unvollständiger Zahnschmelzentwicklung, erstmals von Weinmann 1945 beschriebe. Der Schmelz ist dabei quantitativ und qualitativ fehlgebildet. Es werden mehrere Hauptformen unterschieden, die zudem - je nach klinischer Ausprägung bzw. Vererbungslage - in Untergruppen unterteilt werden. Einteilung in 4 Gruppen: I: Schmelzhypoplasie II: Unreife des Schmelzes (Hypomaturation) III: Unterverkalkung (Hypocalcification) IV: partielle Unreife und Unterverkalkung, kombiniert mit Taurodontismus

In seltenen Fällen ist auch noch zusätzlich das Zahnbein fehlgebildet - Störungen der Dentinbildung ( Dentinogenesis imperfecta) - , man spricht dann von einer Odontogenesis imperfecta oder Odontodysplasie. Röntgenologisch sind die befallenen Zähne bei diesem Krankheitsbild "schwächer" dargestellt - daher auch der engl. Ausdruck "ghost teeth" (= "Geisterzähne") für diese Erkrankung. Die A. i. zeigt sich - bei gesundem Dentin und normaler Zahnwurzel - mit einer rauen Zahnkrone, die gefurcht und mit stark dunklen Flecken durchsetzt ist; teilweise fehlt der Zahnschmelz ganz. Die kosmetisch sehr störende Erkrankung kann schon im Jugendlichenalter durch Überkronung (nur bedingt nach der Adhäsiv-Technik, da der Schmelz nicht richtig ausgebildet ist) der betroffenen Zähne behandelt werden. Weit häufiger treten Schmelzentwicklungsstörungen - sog. Schmelzhypoplasien - als Folge von äußeren Störungen (z.B. vereiterte Milchzähne, Zahnunfälle im Milchzahngebiss, Medikamente) auf.