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Attrition

Synonym: glattflächiger Schmelzverlust · Englisch: attrition

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Attrition beschreibt einen glattflächigen Schmelzverlust, bis hin zur völligen Freilegung des Zahnbeins (Dentin), meist bedingt durch direkten Zahnkontakt (ohne Nahrungsbeteiligung) mit dem Gegenbiss (sog. Antagonistenkontakt-A. oder "2-Körper-Abrieb") durch reflektorisches Berühren (Knirschen, Pressen), z.B. an den Außenflächen der unteren Schneidezähne beim Deckbiss oder an sich benachbarten Zähnen (Übergang des Kontaktpunkts in eine Kontaktfläche = "interstitielle A.", auch als "interstitielle Abrasion" bezeichnet), wobei die Zähne bei geschlossener Zahnreihe horizontal nach vorn wandern (= Mesialdrift). Früher war auch noch der Begriff Kontrition (lat. für Zerknirschung) für eine okklusale A. gebräuchlich Es wird unterschieden: Wenn zwei Zähne beim Zubeißen oder Schlucken aufeinander treffen, also zum Beispiel ein eigener, unbehandelter Zahn (Schmelz) auf eine Keramikkrone, so spricht man von Zweikörperverschleiß oder Attrition. Wenn sich zwischen den Zähnen Nahrungsstoffe befinden, oder wenn die Zahnbürste mit Zahnpaste über die Zähne gleitet, so spricht man von Dreikörperverschleiß oder Abrasion. Während ein Aufeinandertreffen von "Keramik – eigener Zahn" zur A. am Schmelz führt (Stärke abhängig von der Keramikart), sind Kontakte durch "Kunststoffe – eigener Zahn" ohne Schmelzverschleiß; moderne Presskeramiken liefern ähnliche Werte wie natürlicher Zahnschmelz, hier sind bei beiden Stoffen annähernd gleiche Werte zu erwarten. Das unterschiedliche Abrasionsverhalten dentaler Werkstoffe muss bei deren Anwendung, besonders in Bezug auf den Antagonistenkontakt, beachtet werden: so weist Keramik sehr unterschiedliche Werte (glasiert oder nicht glasiert), Kunststoff eine mittlere und Gold eine höhere Abrasivität auf. Das zunächst nicht vermutete Verhalten von Gold beruht auf seiner hohen Duktilität.