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Abrasivität

Synonym: Abnutzung, Schmirgelwirkung · Englisch: abrasive property

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

In der ZHK im Zusammenhang mit der Schmirgelwirkung von Zahnpasten gebräuchlich. Messung nach sog. RDA-Werten (RDA = Radioactive Dentin Abrasion). Je höher dieser Wert ist, um so stärker ist die gewünschte Schmirgelwirkung (meist durch den zugesetzten Bimsstein) zur Entfernung von Belägen und sonstigen Verunreinigungen. RDA-Werte von 30 gelten als gering abrasiv, solche mit Werten zwischen 70 u. 80 bezeichnet man als mittel-abrasiv; Werte über 100 gelten als stark abrasiv. Bei einem intakten Zahnschmelz können die mechanischen Abrasionsstoffe wenig Schaden anrichten, da dieser sehr viel härter ist; Messung dieser A. durch den REA-Wert = Radioactive Enamel Abrasion. Gefährlich kann dagegen die A. bei freiliegenden Zahnhälsen/-wurzeln verbunden mit einer falschen Putztechnik und einer zu harten Zahnbürste sein. Pro Professioneller Zahnreinigung (PZR) errechnete sich insgesamt ein Dentinverlust zwischen 0,24 µm und 1,48 µm. Bei einer Prophylaxe-Frequenz von ein bis sechs Mal jährlich käme es damit zu Abrieben zwischen 1,44 µm und 8,88 µm im Jahr. Dies würde bedeuten, dass es zwischen 11 und 69 Jahren dauert, ehe 0,1 mm Dentin allein durch Prophylaxe abradiert wird. Damit liegt der so verursachte Dentinverlust deutlich unter den Abrasionswerten, die zum Beispiel durch das tägliche Zähneputzen entstehen: Diese rangieren zwischen 4 µm und 35 µm in der Woche. Abrasion, Demastikation, Quecksilberfreisetzung aus Amalgamfüllungen, Zahnbürste, Zahnpasta RDA-Wert von versch. Zahnpasten