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Gesetzliche Krankenversicherung

Synonym: GKV · Englisch: Germany's public health insurance system

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die nicht GKV-Versicherten von 12,6 % bzw. 10.368 Mio. der Bevölkerung setzen sich zusammen aus PKV-Versicherten (privat), Nicht-Versicherten sowie besonderen Sicherungsformen (anspruchsberechtigt als Sozialhilfeempfänger, Kriegsschadenrentner oder Empfänger von Unterhalt aus dem Lastenausgleich). Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren in 2019 etwa 143.000 Personen ohne Krankenversicherung. Nicht krankenversichert sind vor allem die 20- bis 40-Jährigen, Hausfrauen, Angestellte und Gewerbetreibende. Insgesamt 12,7 Milliarden Euro flossen von den Krankenkassen 2012 in die Zahnarztpraxen für die Behandlung von Kassenpatienten einschließlich der Festzuschussanteile für Zahnersatz. Im 1. Quartal 2013 gaben die Kassen insgesamt 8 Prozent mehr für Zahnbehandlungen aus, 3 Prozent Minus jedoch bei Zahnersatz. Insgesamt blieb aber aufgrund des Gesamtkostenanstieges in den gesetzlichen Krankenkassenversicherungen (GKV) der Anteil der Zahnärzte bei rund 7 Prozent der Kassengesamtausgaben (ZWP-online). Der seit Anfang der 90er Jahre ständig steigende Beitragssatz hat nach Auffassung von Experten (Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung (igsf)) zwei Hauptursachen: Die Wiedervereinigungsbedingte schlechte wirtschaftliche Entwicklung. Ihr komme "die entscheidende Bedeutung für die Beitragssatzsteigerung" zu. "Vor allem der durch die Wiedervereinigung ausgelöste Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie geringere Wachstumsraten bei Löhnen, Gehältern und Renten führten und führen zu steigenden Beitragssätzen". Als weitere Ursache nennt Institutschef Beske "politische Entscheidungen zu Lasten der GKV-Finanzierung, die jährlich mit etwa zehn Milliarden Euro zu Buche schlagen". Dagegen gebe es "keine schlüssigen Beweise für die Behauptung, dass die Ursache für den Beitragssatzanstieg" in den alten Ländern auf eine "Kostenexplosion" zurückzuführen sei. Beskes Fazit: "Ohne grundlegende Sicherstellung der Einnahmeseite wird die GKV keine Zukunft haben." Ab dem 01.01.2012 müssen die Zahnarztpraxen die Abrechnungen der gesetzlich versicherten Patienten der KZV komplett elektronisch übermitteln. Dies bedeutet auch, dass die in den Laborrechnungen enthaltenen Material- und Laborkosten als Bestandteil der zahnärztlichen Abrechnung elektronisch an die KZV zu übermitteln sind.