Füllungstherapie Minimal
Minimally-invasive filling treatment. Mit der Ablösung des Amalgams als Standardrestaurationsmaterial und der Nutzung der adhäsiven Verarbeitungsweise der Komposite haben traditionelle Restaurationskonzepte und Kavitätengestaltungen eine drastische Veränderung erfahren. lm Gegensatz zu den Black'schen Regeln ("extension for prevention") mit einer materialangepassten Kavitätengestaltung wird bei der minimal-invasiven F. der Zugang immer individuell bestimmt. Die Umrissform ist weitestgehend defektbezogen unter maximaler Schonung gesunder Zahnsubstanz. Die Zielrichtung einer minimal-invasiven Therapie muss es sein, mit der Restauration am Zahn keinen weiteren Schaden/Substanzverlust zu setzen, als es durch die Karies bedingt ist. Es gelten daher folgende Forderungen: Ausschließliche Entfernung der infizierten und nicht mehr remineralisierbaren Zahnsubstanzen Es soll nur so viel gesunder Schmelz entfernt werden, wie zur Exkavation und Füllung erforderlich ist Ist der Zahnschmelz nicht mehr von dem tragenden Dentin unterstütz, so wird er trotzdem belassen Kein vorbeugendes Verlegen der Füllungsränder in der Reinigung gut zugängliche Gebiete ("präventive Extension") Keine besonderen Verankerungsformen für die Füllung (makromechanische Retentionen) Die Schmelzprismen am Kavitätenrand sollen schräg angeschnitten sein Entsprechendes chemisches Vorbereiten ("Konditionierung") von Schmelz und Dentin bei absoluter Trockenheit der Kavität Als Standard-Füllungsmaterial gilt (2011) ein lichthärtendes, hochgefülltes Hybridkomposit mit kleinsten Makrofüllern (Partikelgröße um 1 µm) Adhäsivtechnik, Amalgam, Amalgamalternativen, Amalgambonding, Black, Füllung, Füllungsmaterialien, Füllungsmaterialien-Nebenwirkungen, Komposite, minimal-invasiv, Querschnittsstudie, Seitenzahnkomposite Special: Füllungen auf Zahnwissen.de Füllmaterialsysteme im Vergleich - Glasionomere holen auf (zm, 2016) Kompositrestaurationen im Frontzahnbereich