Exkavation
Synonym: Aushöhlung, Kariöses Dentin entfernen · Englisch: excavation
Die Exkavation bezeichnet in der Zahnmedizin das gezielte Entfernen von kariösem Dentin, um eine Kavität für die nachfolgende Füllungstherapie vorzubereiten. Dabei kommen langsam rotierende Bohrer oder Handinstrumente wie der Exkavator zum Einsatz.
Kariöses Dentin und Schichtenstruktur:
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Äußere Schicht: In dieser Zone ist die Kollagenmatrix irreversibel geschädigt, wodurch eine Remineralisation nicht mehr möglich ist. Diese Schicht muss vollständig entfernt werden.
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Innere Schicht: Hier ist zwar der Mineralanteil aufgelöst, die Kollagenstruktur jedoch erhalten. Diese Schicht kann unter Umständen erhalten bleiben, da sie remineralisierbar ist und das Risiko einer Pulpaschädigung verringert wird. Indikationen und Techniken:
Die Exkavation erfolgt abhängig von der klinischen Situation:
- Komplette Exkavation: Entfernung aller kariösen Dentinanteile bis zur gesunden Substanz.
- Selektive Exkavation: Belassen von minimal kariösem Dentin in der Nähe der Pulpa, um diese zu schonen. Diese Methode wird häufig bei Milchzähnen und tiefen Kavitäten angewendet.
Ziel: Die Exkavation zielt darauf ab, eine saubere Grundlage für die Füllungstherapie zu schaffen und die Zahnstruktur zu erhalten. Gleichzeitig wird darauf geachtet, die Pulpa nicht unnötig zu reizen oder zu exponieren.
Aktuelle Diskussionen: In der modernen Zahnmedizin wird zunehmend auf minimalinvasive Techniken gesetzt, um die Pulpa zu schonen. Eine Studie (zm, 2020) untersuchte verschiedene Methoden der Kariesexkavation hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Pulpa und zeigte, dass die selektive Exkavation in vielen Fällen vorteilhaft ist.
Die Exkavation bleibt eine zentrale Technik in der Kariestherapie und erfordert eine sorgfältige Anpassung an die individuelle klinische Situation.