Wurzelkaries
Synonym: Zahnhalskaries, Zementkaries · Englisch: root caries
Wurzelkaries ist eine Kariesform, die an freiliegenden Zahnwurzeln auftritt und sich mehrheitlich apikal der Schmelz-Zement-Grenze (SZG) entwickelt. In einigen Fällen wird der Begriff auch für Karies an freiliegenden Zahnhälsen verwendet („Zahnhalskaries“).
Diese langsam fortschreitende Kariesform tritt häufig in Bereichen mit Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) auf, wodurch die Wurzeloberfläche ungeschützt exponiert wird. Da das Wurzelzement und das darunterliegende Dentin eine geringere Mineralisation als der Zahnschmelz aufweisen, sind sie anfälliger für kariöse Prozesse. Betroffene Wurzelabschnitte zeigen oft gelb-bräunliche bis dunkelbraune Verfärbungen. Die Läsionen bleiben meist über längere Zeit flach und breiten sich eher lateral als in die Tiefe aus.
Wurzelkaries betrifft vor allem ältere Patienten mit freiliegenden Wurzeln infolge parodontaler Erkrankungen oder mechanischer Traumata (z. B. durch falsche Putztechnik). Präventive Maßnahmen umfassen eine gute Mundhygiene, fluoridhaltige Zahnpflegeprodukte und eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle. Die Therapie reicht von remineralisierenden Maßnahmen über minimalinvasive Restaurationen bis hin zu umfangreicheren Füllungen, abhängig von der Tiefe und Ausdehnung der Läsion.