Kariesaktivität
Englisch: caries activity
Kariesaktivität bezeichnet die Veränderung des Umfangs der Karies in der Mundhöhle (Zunahme oder Abnahme) über einen bestimmten Zeitraum und hängt unmittelbar mit dem Kariesrisiko zusammen. Eine Bestimmung der Kariesaktivität ist über isolierte Verfahren wie Speicheltests oder die Untersuchung der Oberfläche einer kariösen Läsion relativ unzuverlässig. Hier können computergestützte Systeme (Kariesmonitoring) in Verbindung mit feinen, graduellen Diagnosemethoden wie Laserfluoreszenz und Impedanzmessung zu einer qualitativen Verbesserung der Vorhersage beitragen. Während die Kariesaktivität bei Kindern und Jugendlichen relativ hoch ist, nimmt sie mit zunehmendem Alter ab. Eine wieder zu beobachtende Zunahme im Alter tritt eher im Zahnhalsbereich in Form der sogenannten „Wurzelkaries“ auf. Auch für die Haltbarkeit von Füllungen und Kronen spielt die individuelle Kariesaktivität eine besondere Rolle, insbesondere im Hinblick auf das Auftreten von Sekundärkaries und die zu erwartende Überlebenszeit einer Füllung oder Brücke/Krone. Die Kariesaktivität ist langfristig bedeutender für die orale Gesundheit als die Verwendung bestimmter Füllungswerkstoffe oder Zahnersatzmaterialien.
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