Vitalerhaltung
Englisch: preservation of the vitality
Vitalerhaltung ist das Fern- und Wunschziel jeder Pulpitistherapie, da ein "lebender Zahn" für den Organismus wertvoller ist als ein endodontisch behandelter. Derartige Therapien sind nur dann erfolgversprechend, wenn der Zahnnerv noch nicht irreversibel geschädigt wurde (Pulpitis). Im Rahmen einer Caries profunda Therapie wird meist mit Calciumhydroxid-haltigen Präparaten versucht, die Entzündung positiv abklingen zu lassen. Der Einsatz von Kombinationen aus Antibiotika und Corticosteroiden (z.B. Ledermix™) wird kontrovers diskutiert.
Folgende 6 Punkte können helfen, die Diagnostik „reversible oder irreversible Schädigung des Zahnnervs“ zu untermauern und eine entsprechende Therapie (Vitalerhaltung oder Entfernung des Zahnnervs) einzuleiten:
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Was löst den Schmerz aus? Bei „kalt, süß, sauer“ liegt eine reversible, bei „Wärme“ eine irreversible Pulpitis vor.
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Wie lange hält der Schmerz an? Bei „ungefähr so lange, wie der Reiz besteht“ ist die Pulpitis reversibel, bei „Schmerz überdauert den Reiz“ irreversibel.
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Tritt Schmerz spontan auf? Nie = reversible Pulpitis, JA = irreversible Pulpitis.
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Ist der Schlaf nachts wegen Zahnschmerzen gestört? Falls JA = irreversible Pulpitis.
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Lindert Kälte den Schmerz? Falls JA = irreversible Pulpitis in den meisten Fällen.
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Wie lange bestehen die Schmerzen schon? Bei „1–3 Tagen“ liegt eine reversible, bei längerem Schmerz oder Schmerzen gefolgt von schmerzfreien Intervallen liegt in der Regel eine irreversible Pulpitis vor.