Bruchspaltabszess
Synonym: Bruchspaltinfektion · Englisch: fracture gap abscess
Ein Bruchspaltabszess ist eine infizierte, eitergefüllte Ansammlung in der Spaltzone einer Fraktur, die als Komplikation im Heilungsprozess eines Knochenbruchs auftreten kann. Der Abszess entsteht, wenn Bakterien in den Bruchspalt gelangen und eine lokale Entzündung und Eiterbildung verursachen. Dies tritt häufig infolge einer offenen Fraktur, einer unvollständigen Wunddesinfektion oder nach chirurgischen Eingriffen im Knochenbereich auf.
Klinische Zeichen eines Bruchspaltabszesses umfassen typischerweise starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und eventuell Fieber, begleitet von eingeschränkter Funktion des betroffenen Bereichs. Ein Bruchspaltabszess kann die Knochenheilung erheblich beeinträchtigen und zu chronischen Infektionen wie Osteomyelitis führen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.
Die Diagnose erfolgt über klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren sowie mikrobiologische Tests zur Erregeridentifikation. Die Therapie beinhaltet in der Regel eine chirurgische Drainage des Abszesses sowie eine gezielte antibiotische Behandlung, um die Infektion zu kontrollieren und den Heilungsprozess zu unterstützen.
Schlagwörter