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Fraktur

Synonym: Knochenbruch, Bruch · Englisch: fracture

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Eine Fraktur bezeichnet die vollständige oder unvollständige Unterbrechung der Kontinuität eines Knochens. Sie tritt in der Regel infolge von direkter oder indirekter Gewalteinwirkung, Überlastung oder pathologischen Veränderungen im Knochengewebe auf. Frakturen werden klassifiziert nach ihrem Entstehungsmechanismus (z. B. traumatisch, pathologisch, stressinduziert), ihrer Lokalisation, der Anzahl der Bruchfragmente sowie dem Verlauf der Bruchlinie.

Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung, Fehlstellung und Funktionseinschränkung im betroffenen Bereich. Zur Diagnostik werden klinische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.

Die Therapie einer Fraktur hängt von ihrer Art und Schwere ab. Sie kann konservativ durch Ruhigstellung mittels Gipsverband oder Orthese oder operativ durch Osteosynthese mit Schrauben, Platten oder Nägeln erfolgen. Die Heilung eines Knochens verläuft in mehreren Phasen, einschließlich der Bildung eines Blutergusses (Hämatoms), einer weichen Kallusbildung, einer harten Kallusbildung und schließlich der Knochenremodellierung.

Komplikationen wie verzögerte Heilung, Pseudarthrosen oder Infektionen bei offenen Frakturen können den Heilungsprozess erschweren und erfordern eine spezialisierte Nachsorge.