Halteelement
Synonym: Retentionselemente, Haltefunktion · Englisch: retaining element
Halteelemente sind vielfältige Konstruktionen in der Teilprothetik, um den herausnehmbaren Zahnersatz gegen funktionell auftretende, "abziehende" Kräfte zu sichern. Halteelemente ohne spezielle Abstützung ("einfache Klammern") verhindern zwar das Lösen, aber nicht das Absinken der Prothese. In der Kieferorthopädie werden sie als Befestigungselemente eingesetzt, um unter anderem auch aktive Kräfte durch Apparaturen (aktive Platte) auf die Zähne und den Kiefer zu übertragen.
Die einfachste Form von Halteelementen sind Klammern in verschiedenen Konstruktionen ohne Abstützung (Halteklammern). Zum Einsatz kommen auch Klammern mit Abstützung (Halte-Stütz-Klammer), Teleskopkronen, Geschiebe, Riegel und Stege.
Es gibt eine Unterteilung in:
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aktive Halteelemente Sie erfüllen ihre Funktion ohne Zutun des Patienten nach dem Einsetzen des Zahnersatzes. Die Mehrzahl der Halteelemente ist aktiv.
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passive Halteelemente Typische Vertreter sind Schwenk-, Dreh- und Steckriegel, die nach dem Einsetzen des Ersatzes vom Patienten oder Zahnarzt aktiviert (geschlossen) werden.
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indirekte Halteelemente Beispiel: Kippmeider.
Die Kraft der Halteelemente ("Haltekraft") sollte Werte von 8-10 N nicht übersteigen, da sonst mit einer dauerhaften Schädigung des Zahnhalteapparates zu rechnen ist.
Bei Vollprothesen, bei denen aufgrund fehlender Zähne keine klassischen Halteelemente einsetzbar sind, übernehmen andere Kräfte bzw. Gegebenheiten die Haltefunktion: Saughaftung durch Erzeugung eines Unterdrucks an der Prothesenbasis, funktionelle Einbindung in die Muskulatur (Funktionsabdruck), Adhäsionskräfte des Speichels und eine (Re-)Stabilisierung beim Zusammenbiss (Prothesenhalt).