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Cervitec™

Synonym: Chlorhexidin-Lack · Englisch: Cervitec

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Cervitec™ ist ein medizinischer Zahnlack, der 1 % Chlorhexidin enthält und mit Thymol angereichert ist. Das Produkt wird auf Zahn- und Wurzeloberflächen aufgetragen und dient der Prävention und Behandlung von bakteriellen Infektionen, insbesondere in Bereichen mit erhöhtem Risiko für Karies oder Parodontalerkrankungen.

Wirkmechanismus:

  • Chlorhexidin wirkt als Breitbandantiseptikum gegen eine Vielzahl von oralen Mikroorganismen, insbesondere gegen kariesverursachende und parodontalpathogene Bakterien.
  • Thymol ergänzt die antimikrobielle Wirkung und unterstützt die Hemmung bakterieller Plaque.
  • Nach der Applikation bildet der Lack ein Depot, aus dem das Chlorhexidin über einen Zeitraum von 3–4 Monaten kontinuierlich freigesetzt wird.

Anwendung: Der Lack wird mit einem Pinsel oder Applikator direkt auf die Zahn- oder Wurzeloberfläche aufgetragen. Nach der Anwendung dürfen die Zähne in den ersten 24 Stunden nicht geputzt werden, um die Haftung und Wirkung des Lacks zu gewährleisten.

Einsatzgebiete:

  • Prävention von Sekundärkaries bei Patienten mit hohem Kariesrisiko.
  • Schutz freiliegender Wurzeloberflächen vor bakteriellen Angriffen.
  • Ergänzende Therapie bei Parodontalerkrankungen.
  • Unterstützung der Mundhygiene bei eingeschränkten Fähigkeiten (z. B. geriatrische oder pflegebedürftige Patienten).

Vorteile:

  • Langzeitwirkung durch depotartige Freisetzung von Chlorhexidin.
  • Einfache Applikation ohne die Notwendigkeit einer häufigen Wiederholung.

Nachteile:

  • Vorübergehende Einschränkung der Mundhygiene in den ersten 24 Stunden nach Anwendung.
  • Potenzielles Risiko für Verfärbungen der Zähne oder Geschmacksstörungen bei unsachgemäßer Anwendung.

Cervitec™ ist ein bewährtes Produkt in der Prophylaxe und Therapie von Infektionen der Zahn- und Wurzeloberfläche, insbesondere bei Patienten mit erhöhtem Karies- oder Parodontalrisiko.

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