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Gingivaatrophie

Synonym: Zahnfleischschwund · Englisch: gingival atrophy

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Gingivaatrophie, umgangssprachlich auch als "Zahnfleischschwund" bezeichnet, beschreibt den Rückgang des Zahnfleischgewebes, wodurch Teile der Zahnwurzel zunehmend sichtbar werden. Dies führt optisch zu einer Verlängerung der Zähne und kann sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme verursachen.

Ursachen für eine Gingivaatrophie können vielfältig sein. Neben einem altersbedingten Gewebeabbau spielen insbesondere Erkrankungen wie die Parodontitis marginalis (oft fälschlicherweise als "Parodontose" bezeichnet) eine zentrale Rolle. Bei der Parodontitis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats, die durch bakterielle Infektionen hervorgerufen wird und zu einem irreversiblen Abbau des Stützgewebes führen kann.

Weitere Ursachen umfassen mechanische Belastungen wie falsche Zahnputztechniken, kieferorthopädische Bewegungen, traumatische Einflüsse sowie genetische Prädispositionen. Zusätzlich können systemische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, oder Faktoren wie Rauchen und schlechte Mundhygiene den Zahnfleischrückgang begünstigen.

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und dem Fortschritt der Atrophie. Neben der Optimierung der Mundhygiene können chirurgische Maßnahmen wie Weichgewebstransplantationen oder regenerative Techniken erforderlich sein, um den Rückgang zu stoppen und das Zahnfleisch ästhetisch und funktionell zu rekonstruieren.