Parodontose
Synonym: Parodontitis, chronische Parodontitis, Parodontalerkrankung · Englisch: periodontosis
Parodontose, auch Paradentose (Begriff veraltet, 1921 von Weski eingeführt), Zahnbettschwund, “Zahnausfall”, bezeichnet den entzündungsfreien Rückgang des Zahnhalteapparates ohne Zahnfleischtaschenbildung, mit oder ohne Lockerung der Zähne, meist altersbedingt durch Abbau des Kieferknochens. Der Begriff wird von Laien (fachlich falsch) häufig für jegliche Formen der Zahnfleischerkrankungen, vornehmlich der entzündlichen Parodontitis, verwendet. Wie sehr sich die medizinische Vorstellung von parodontalen Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten verändert hat, zeigt sich an der heute gültigen Krankheitsbezeichnung “Parodontitis”: Das Suffix “-itis” bezeichnet in der Medizin allgemein Entzündungen. Verschleißerscheinungen enden dagegen auf “-ose”, wie zum Beispiel Arthrose. Parodontose galt bis Mitte des letzten Jahrhunderts als ganz normale Alterserscheinung. Erst später erkannte man, dass der Zahnverlust durch chronische Entzündungen hervorgerufen wird, die sich durchaus behandeln lassen.