pH
Synonym: pH-Wert, Wasserstoffkraft · Englisch: pH-factor
pH, abgeleitet vom französischen Ausdruck "pouvoir hydrogène", wird als der negative, dekadische Logarithmus der Konzentration an H+-Ionen in einer Lösung definiert. Fügt man dem Wasser eine Säure hinzu, sind mehr H+-Ionen als Hydroxidionen (OH-) in der Lösung vorhanden. Je nach der Konzentration der Säure liegt die H+-Ionenkonzentration meist zwischen 10^-6 und 0,10 mol pro Liter, was einem pH-Wert-Bereich von 6 bis 1 entspricht. Wird dem Wasser eine Base zugegeben, ist die Konzentration an H+-Ionen geringer als die an OH--Ionen, und der pH-Wert liegt etwa zwischen 8 und 14 (Definition auszugsweise nach Microsoft Encarta 2003). Der Delta-pH-Sättigungsindex (eine der Messgrößen bei Trinkwasseruntersuchungen) definiert die Differenz des gemessenen pH-Werts zu dem bei der vorhandenen Härte und dem Hydrogencarbonatgehalt im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht zu erwartenden pH-Wert, der berechnet oder über das Calcitlösevermögen (Marmorlöseversuch) experimentell bestimmt werden kann. Der Delta-pH eines Wassers im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht ist dementsprechend gleich 0; aggressives Wasser (kalkauflösend) ergibt negative Werte. Nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) soll der pH-Wert nicht unter 6,5 und nicht über 9,5 (Grenzwerte) liegen. Die kritische Grenze für die Kariesentstehung liegt für Schmelz bei pH 5,5–5,7 und für Dentin bei pH 6,3–6,5; Schmelz ist also widerstandsfähiger als Dentin.