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Entkeimung

Synonym: Entseuchung, Desinfektion, Keimreduktion · Englisch: decontamination

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Entkeimung bezeichnet den Oberbegriff für Maßnahmen, die auf die Vernichtung oder Reduktion von Krankheitserregern abzielen. Der Begriff wird sowohl in der medizinischen als auch in der allgemeinen Hygienepraxis verwendet, um Kontaminationen durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten zu beseitigen oder auf ein unbedenkliches Niveau zu senken.

Methoden der Entkeimung:

  1. Desinfektion:
  • Ziel ist die Reduktion der Keimzahl auf ein hygienisch unbedenkliches Maß.
  • Wird häufig mit chemischen Desinfektionsmitteln wie Alkohol, Chlorverbindungen oder Wasserstoffperoxid durchgeführt.
  • Anwendungsgebiete: Flächen, Instrumente, Hautdesinfektion.
  1. Sterilisation:
  • Vollständige Abtötung oder Entfernung aller lebensfähigen Mikroorganismen, einschließlich Sporen.
  • Erfolgt durch physikalische (z. B. Hitze, Strahlung) oder chemische Verfahren (z. B. Ethylenoxid).
  • Anwendungsgebiete: Medizinische Geräte, chirurgische Instrumente.
  1. Antiseptik:
  • Anwendung keimreduzierender Substanzen auf lebendem Gewebe, z. B. auf Haut oder Schleimhäuten.
  • Einsatz z. B. bei Wundreinigung oder Vorbereitung chirurgischer Eingriffe.

Bedeutung: Die Entkeimung ist ein essenzieller Bestandteil von Hygienekonzepten, sowohl im medizinischen Bereich als auch in der Lebensmittelindustrie, der Wasseraufbereitung und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Sie trägt wesentlich zur Prävention von Infektionskrankheiten und zur Sicherstellung von hygienischen Standards bei.