Defensine
Synonym: antimikrobielle Eiweiße · Englisch: defensins
Defensine sind vom Körper produzierte, antimikrobielle Eiweiße, die eine entscheidende Rolle in der Abwehr von Entzündungserregern spielen. Diese kleinen Eiweißverbindungen, auch als Peptide bezeichnet, wirken wie ein körpereigenes Breitbandantibiotikum und haben ein breites Wirkungsspektrum gegen Bakterien, Viren und Pilze.
Funktion und Mechanismus: Defensine werden von verschiedenen Körperzellen produziert, insbesondere von Epithelzellen und Immunzellen wie neutrophilen Granulozyten. Sie wirken, indem sie die Zellmembranen von Mikroorganismen zerstören und das Immunsystem durch chemotaktische Signale aktivieren, indem sie die Abwehrzellen an den Ort der Infektion locken.
Besondere Bedeutung im Kieferbereich: Kieferknochenzellen produzieren besonders viele Defensine, was auf eine wichtige Rolle bei der Infektionsabwehr in der Mundhöhle hinweist. Dies ist bedeutsam, da die Mundhöhle einer ständigen Belastung durch pathogene Mikroorganismen ausgesetzt ist. Defensine tragen hier maßgeblich zur Kontrolle von Entzündungen und zur Stabilisierung der oralen Gesundheit bei.
Bedeutung: Defensine sind eine zentrale Komponente des angeborenen Immunsystems und ermöglichen eine schnelle und effektive Abwehr von Krankheitserregern. Ihre Fähigkeit, Infektionen auf natürliche Weise zu bekämpfen, macht sie zu einem vielversprechenden Ansatz für die Entwicklung neuer antimikrobieller Therapien, insbesondere bei Antibiotikaresistenzen.