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Mundschleimhaut

Englisch: oral mucosa

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Mundschleimhaut ist die gesamte Mundhöhle auskleidende Schleimhaut (Mukosa), die von den Lippen bis zu den Gaumenbögen reicht. Befindet sich unter der Mukosa eine weitere Gewebeschicht (die sogenannte Submukosa), so ist die Mukosa auf der Unterlage verschieblich. In den anderen Fällen (wie im Bereich des harten Gaumens, der Kieferkämme und des zahnlosen Kiefers) ist die Mukosa fest mit der knöchernen Unterlage (Periost) verbunden und unverschieblich daran befestigt. Zahnärztlicherseits wird die Mukosa in die Gingiva unterteilt, die durch die Mukogingivalgrenze (der Übergang von der befestigten, "attached" Gingiva zur beweglichen, nicht verhornten Mukosa, auch Alveolarmukosa genannt) abgegrenzt wird und keine schleimbildenden Drüsen aufweist. Die Mukogingivalgrenze kann durch Anfärben mit der "Schiller-Jodprobe" dargestellt werden. Allgemeinerkrankungen zeigen sich häufig durch frühzeitige und teilweise alleinige Veränderungen der Mundschleimhaut, wie etwa die belegte Zunge bei einer Blinddarmentzündung oder Pilzerkrankungen des Mundes (Candidiasis) bei Diabetes oder Formen einer Immunschwäche, z.B. bei HIV. Es gibt auch eigenständige Erkrankungen der Mundschleimhaut, wie den Lichen ruber planus oder die Leukoplakie. 2009 gelang es US-Forschern, aus humanen embryonalen Stammzellen Gewebe zu züchten, das dem der Mundschleimhaut ähnelt. Für ihre erfolgreichen Versuche nutzten sie die etablierte Zelllinie H9. Zum einen entwickelten sie daraus Epithelzellen, zum anderen mesenchymale Zellen, also die Zellschicht unter dem Epithel.