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Epithel

Synonym: Deckgewebe, epitheliale Zellschicht · Englisch: epithelium

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Epithel ist die oberste, gefäßlose Zellschicht des Körpers, die sowohl die äußere Körperoberfläche (Haut) als auch die inneren Hohlräume und Organe (Schleimhäute) auskleidet. Es dient als abdeckendes und schützendes Gewebe und stellt eine Barriere zwischen dem Körperinneren und der Umwelt dar.

Es gibt zwei Haupttypen von Epithel:

  1. Verhorntes Epithel: Dieses bildet die äußere Hautschicht (Epidermis) und schützt den Körper vor mechanischen Einflüssen, Austrocknung und pathogenen Mikroorganismen.

  2. Unverhorntes Epithel: Dieses bedeckt die Schleimhäute (z. B. in Mundhöhle, Atemwegen und Verdauungstrakt) und ist auf Feuchtigkeit angewiesen, um Funktionen wie Sekretion und Resorption auszuführen.

Funktion und Bedeutung: Das Epithel schützt nicht nur die darunterliegenden Gewebeschichten, sondern spielt auch eine aktive Rolle bei der Absorption, Sekretion und Wahrnehmung von Reizen.

Epithelialisierung: Unter Epithelialisierung oder Epithelisierung versteht man die Neubildung von Epithelgewebe, wie sie beispielsweise im Rahmen der Wundheilung auftritt. Dabei wird das geschädigte Deckgewebe durch Zellteilung und -migration regeneriert, sodass die Integrität der Körperoberfläche wiederhergestellt wird.

Das Epithel wird durch darunterliegendes Bindegewebe, das Blutgefäße enthält, ernährt und unterstützt. Die Grenzfläche zwischen beiden Gewebetypen wird durch eine Basalmembran gebildet, die sowohl Stabilität als auch Filterfunktionen übernimmt.