Zum Hauptinhalt springen

Saumepithel

Englisch: dental or gingival epithelium

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Saumepithel ist die "Verbindung" zwischen der Gingiva und dem Zahn und wird auch als Verbindungsepithel bezeichnet. Es handelt sich um eine kragenförmige Verwachsung des Mundhöhlenepithels mit den aus der Zahnschmelzbildung stammenden Epithelresten des Schmelzorgans. Während das sichtbare Gingivaepithel (auch als äußeres oder orales Saumepithel bezeichnet) verhornt, geht es am Zahnfleischrand in das innere Saumepithel über. Dabei entsteht eine 1-2 mm tiefe Rille, der sogenannte Sulkus oder die "Zahnfleischtasche".

Das innere Saumepithel bildet über den sogenannten Epithelansatz eine dichte Verbindung (dentogingivaler Verschluss) mit dem Zahn, die verhindert, dass Mundhöhlenbakterien in das Körperinnere eindringen. Die Zellen des Saumepithels sind über sogenannte Hemidesmosomen (punktförmige feste Haftkomplexe) mit der Basallamina verknüpft, die adhäsiv dem Zahn aufliegt.

Bei Erkrankungen des Zahnhalteapparates, wie beispielsweise einer Parodontitis marginalis, kann es zu einer Umwandlung des Saumepithels in Taschenepithel kommen.