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Autovakzine

Synonym: Totimpfstoff · Englisch: autovaccine

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Autovakzine ist ein vom erkrankten Individuum selbst hergestellter Impfstoff, welcher – aus der Infektionsquelle stammend (z.B. einem Eiterherd) und entsprechend aufbereitet – wieder zur Bekämpfung der Erkrankung eingeimpft wird: Der Erreger wird aus dem Infektionsherd entnommen, angezüchtet und schonend abgetötet; der Totimpfstoff wird dem erkrankten Patienten per Injektion wieder verabreicht. Aus der westlichen Humanmedizin hat sich die Autovakzinierung fast vollständig verabschiedet. Regelmäßig wird sie nur noch in osteuropäischen Ländern praktiziert, überwiegend zur Behandlung von Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus, das u.a. schwere chronische Hautinfektionen hervorrufen kann, etwa eine Furunkulose. Individuelle Autovakzinen kommen dann zum Einsatz, wenn eine chronische Infektion nicht beherrschbar ist. Das Immunsystem wird gezielt gegen den auslösenden Erreger sensibilisiert, und kann bestehenden Infektionen, z. B. als Furunkel, Abszesse oder eitrige Pickel, positiv beeinflussen bzw. weitere Infektionen verhindern. Der genaue Mechanismus dieser Immunreaktion ist unbekannt. Unter dem Eindruck einer zunehmenden Antibiotikaresistenz wird ein verstärkter Einsatz – so wie in der Tiermedizin schon häufiger praktiziert – weiter erforscht.

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